Entwicklungshilfe Österreichs zurückgegangen
Die Entwicklungshilfeleistungen durch Österreich sind im Vorjahr gegenüber 2007 um 14 Prozent zurückgegangen. Sie lagen bei 1,681 Milliarden US-Dollar (1,264 Mrd. Euro), was 0,42 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) entspricht. 2007 waren es 0,5 Prozent. Diese Zahlen hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Montag in London veröffentlicht.
Die 22 Mitgliedsländer des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) haben laut der Erhebungen 2008 insgesamt 119,8 Mrd. US-Dollar (90,1 Mrd. Euro) für Entwicklungshilfe aufgewendet. Dies ist der höchste jemals verzeichnete Betrag. Gegenüber dem Jahr davor war das ein Plus von 10,2 Prozent, so die OECD. Der Anteil der öffentlichen Aufwendungen für die Entwicklungszusammenarbeit lag demnach bei 0,30 Prozent des gesamten BNE der OECD-Geberländer. Darin enthalten waren 8,7 Mrd. Dollar (6,54 Mrd. Euro) für Entschuldung.
Der auf die 22 Staaten gerechnete Anstieg ist nach Angaben der OECD in erster Linie auf eine Erhöhung der Beiträge an internationale Finanzinstitutionen zurückzuführen. Der Anstieg stelle eine Trendwende dar.
In absoluten Zahlen lag Österreich 2008 mit seinen Aufwendungen unter den 22 Staaten an 16. Stelle. Betrachtet man den Anteil der Entwicklungshilfe an der Wirtschaftsleistung, lag Österreich an elfter Stelle und leicht unter dem Schnitt der OECD-Geberländer von 0,46 Prozent des BNE. Gemessen am Gesamtvolumen waren 2008 die USA, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Japan die größten Geber.
Hilfsorganisationen fordern immer wieder, das Anfang der 70er Jahre formulierte UNO-Ziel, 0,7 Prozent des BNE für Entwicklung auszugeben, zu erfüllen. Dieses Ziel will Österreich im Rahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit (EZA) laut offiziellen Angaben bis 2015 erreichen. Fünf Länder übertrafen 2008 das UNO-Ziel: Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Schweden.












