Papst rief zu weiterer Evangelisierung Afrikas auf
Papst Benedikt XVI. hat in Angola zur weiteren Missionierung des afrikanischen Kontinents aufgerufen. Auch fünf Jahrhunderte nach dem Beginn der Evangelisierung Angolas seien viele Menschen orientierungslos oder glaubten sich von unheilvollen Geistern und Mächten bedroht, so der Heilige Vater in einer Messe vor Bischöfen, Priestern und Ordensleuten in der Chiesa São Paulo der Hauptstadt Luanda.
"Unsere Aufgabe ist es, allen die Möglichkeit zu bieten, das ewige Leben zu erreichen." Er forderte dazu auf, keine sozialen Gruppen auszugrenzen, Straßenkinder nicht zu verurteilen und auch die sehr alten Menschen nicht. Mit dieser Heiligen Messe begann der zweite Besuchstag des katholischen Kirchenoberhaupts in Angola. Auf seiner ersten Afrika-Reise als katholisches Kirchenoberhaupt hatte er zuvor Kamerun besucht.
Benedikt trifft in Angola auf eine sehr junge und auch sehr katholische Bevölkerung. Wo vor gut 500 Jahren die Evangelisierung des südlichen Afrika begann, sind heute mehr als die Hälfte (etwa 55 Prozent) der Menschen katholisch. Weit mehr als die Hälfte der Angolaner sind jünger als 18 Jahre alt.
Nach der umjubelten Ankunft Benedikts am Freitag in Luanda war es während des päpstlichen Höflichkeitsbesuchs bei Angolas Präsident José Eduardo dos Santos zu einem Eklat gekommen. Die ausländische Presse wurde bei der Begegnung nicht zugelassen.
Vatikansprecher Padre Federico Lombardi kündigte daraufhin an, der Vatikan werde beim angolanischen Botschafter am Heiligen Stuhl eine Erklärung verlangen. Vatikanjournalisten berichteten, ausschließlich Vertreter nationaler Medien seien zu dem kurzen Höflichkeitsbesuch Benedikts zugelassen worden. Die internationalen Reporter blieben lange isoliert in einem Nebenraum.












