Hohe Wahlbeteiligung bei slowakischer Wahl
Bei der Präsidentschaftswahl in der Slowakei hat sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als erwartet abgezeichnet. Die Wahlkommission berichtete am Samstag von einem überraschend hohen Wählerinteresse. Ein Mitglied der Kommission erwartete eine Beteiligung von über 50 Prozent. Meinungsforscher waren im Vorfeld davon ausgegangen, dass die Wahlbeteiligung höchstens bei 40 Prozent liegen würde.
Als klarer Favorit der Wahl gilt der 67 Jahre alte amtierende Staatspräsident Ivan Gasparovic. Der Dozent der Rechtswissenschaften und Hobbyrennfahrer steht der linksnationalistischen Regierung nahe. Laut Umfragen auf Platz zwei steht die 52-jährige christlich-liberale Soziologieprofessorin Iveta Radicova, die von drei Mitte-Rechts-Oppositionsparteien nominiert wurde.
Um im ersten Durchgang zu gewinnen, braucht ein Kandidat die absolute Stimmenmehrheit aller Wahlberechtigten und nicht nur der gültigen Stimmen. Deshalb galt es als wahrscheinlich, dass es am 4. April zu einer Stichwahl kommen wird. Dort reicht dann eine einfache Stimmenmehrheit für den Wahlsieg.
Die Wahllokale schließen um 22.00 Uhr. Erste Hochrechnungen will das statistische Amt zehn Minuten später veröffentlichen. Erste inoffizielle Ergebnisse werden voraussichtlich erst am Sonntag bekannt werden.












