Ex-Ministerin kostet ÖGB-Sekretärin Job
Silhavy wieder ÖGB-Frauensekretärin.

Foto © APAHeidrun Silhavy
Den Kampf gegen die soziale Kälte hatte sich vor Jahren der ÖGB auf die Fahnen geheftet, als der Betroffene dafür die schwarz-blaue Bundesregierung war. In Zeiten der roten Regierungsbeteiligung schaut die Sache mit der Solidarität plötzlich ein wenig anders aus. Zur Erinnerung: Per unwirschem telefonischen Zuruf von SPÖ-Chef Franz Voves an Bundeskanzler Alfred Gusenbauer war Heidrun Silhavy im Jänner 2007 Staatssekretärin geworden. Als Doris Bures im Sommer 2008 kurzfristig ihr Amt als Frauenministerin aufgeben musste, um die Parteigeschäftsführung und den Wahlkampf für Werner Faymann zu übernehmen, wurde Silhavy Ministerin.
Nach der Neuwahl zählte sie nicht mehr zu Faymanns erster Wahl, sitzt derzeit aber als Abgeordnete und Tourismussprecherin der SPÖ im Nationalrat. Mit einer Gage von brutto 8160 Euro pro Monat plus Nebengebühren. Als sie in die Regierung gewechselt war, war Silhavy von ihrem Job als Landes-Frauensekretärin des ÖGB karenziert worden, jetzt will sie diesen Job zurück. Ab September soll es so weit sein. "Pech" für Gerrit Taucar, die inzwischen engagiert das Geschäft als Landessekretärin übernommen hat. Sie hat immer nur befristete Verträge bekommen, ab September steht die Mutter von zwei Kindern nun auf der Straße. Jetzt ist sie auf Jobsuche, vielleicht helfen private Kontakte: Taucar ist die Tochter von Heribert Michl, dem Mann von Ex-Stadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl. Vom ÖGB gab es bisher keine Hilfe für Taucar.













