AK-Wahl: Zangerl baute Absolute auf 63 Prozent aus
Die Tiroler Arbeiterkammer bleibt nach 25 Jahren weiter in der Hand der ÖAAB-FCG Fraktion. AK-Präsident Zangerl konnte laut dem am Samstag bekanntgegebenen vorläufigen Endergebnis die absolute Mehrheit der Christgewerkschaftler mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 63 Prozent ausbauen (2004: 61,3 Prozent). Das bedeutet einen Zugewinn von zwei Kammersitzen von 44 auf 46.
Herbe Verluste musste dagegen die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) hinnehmen. Mit einem Minus von 4,4 Prozent fielen sie auf einen Stimmenanteil von 19,9 Prozent zurück (2004:24,3 Prozent). Das bedeutete für den FSG-Spitzenkandidat Leist nicht nur ein Minus von drei Mandaten im Kammerparlament sondern auch den Verlust des AK-Vizepräsidenten und eines Sitzes im AK-Vorstand.
Die AAB-FCG Fraktion wird also in Zukunft nicht nur den Präsidenten, sondern auch alle drei Vizepräsidenten stellen. Zangerl sprach von einem "tollen Ergebnis". Den Grundstein für eine offen Kammer habe aber sein Vorgänger, der nunmehrige Landtagsabgeordnete Dinkhauser (Liste Fritz), gelegt.
Grund zur Freude gab es dagegen für die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), die mit einem Stimmenzuwachs von 2,8 Prozent auf 5,9 Prozent ihre Mandate im AK-Parlament auf vier verdoppeln konnten (2004: 3,1 Prozent). Annähernd stabil blieben die Grünen Gewerkschafter mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent. Sie erreichten 6,8 Prozent der Stimmen (2004: 6,9 Prozent). Die Grünen behielten also ihre fünf Kammersitze. Die Liste Solidarität für Tirol (SOLI) büßte einen Kammersitz ein. Sie fuhr ein Minus von 1,7 Prozent ein und verlor mit einem Stimmenanteil von zwei Prozent ein Mandat (2004:3,7 Prozent).
Die restlichen drei Listen, die parteiunabhängige Liste Galip Kus, der Gewerkschaftliche Linksblock und die Neue Bewegung für die Zukunft (NBZ), verfehlten den Einzug. Die Wahlbeteiligung sank auf 52,4 Prozent.












