Stimmen gegen Anti-Papst-Kampagne Friedmans
Angriffe des früheren Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, auf den Papst sind vom Forum Deutscher Katholiken entschieden zurückgewiesen worden. Der umstrittene Fernsehmoderator hatte im Hessischen Rundfunk Benedikt XVI. einen "Lügner und Heuchler" genannt. "Der Papst wurde brüskiert, diffamiert und beschimpft. Schweres Unrecht wurde Benedikt XVI. angetan.
Der Papst hat die Verbrechen des Holocaust nie infrage gestellt, verkleinert oder verschwiegen. Bei jeder Begegnung mit Juden betont er die uneingeschränkte Solidarität mit dem jüdischen Volk", unterstrich das Forum Deutscher Katholiken. Friedman war seinerzeit über eine Kokain- und Prostituiertenaffäre gestolpert.
Das Forum forderte zudem die deutsche Bundeskanzlerin Merkel auf, sich "offiziell zu entschuldigen, weil sie in der Öffentlichkeit in bisher nicht gekannter Schärfe" in eine "innerkirchliche Diskussion" eingegriffen und die "eindeutige und klare" Position des Papstes bezüglich des Holocaust in Zweifel gezogen habe. Vom Vorstandsvorsitzenden des Springer-Konzerns, Mathias Döpfner, verlangt das Forum, die Aussage zurückzunehmen, der Papst müsse "sich entschuldigen" und "wer dazu nicht die Kraft findet, sollte nicht die Kraft Gottes für sich in Anspruch nehmen".
Theologen, die vom Papst die Einhaltung des Zweiten Vatikanischen Konzils verlangten, würden aufgerufen, "sich endlich selbst für dieses Konzil nach Geist und Buchstaben einzusetzen und sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu besinnen, die Lehre der Kirche verständlich zu lehren, und ihre eigenen Theorien und Thesen nicht zum Maßstab und zum Dogma zu machen", so das Forum.












