Post - Steirische ÖVP mit Gewerkschaften gegen Zusperrpläne
Landesobmann Schützenhöfer richtet sich mit "dringender Aufforderung" an Faymann und Bures. Auch die Opposition üben scharfe Kritik an den Postschließungen.

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Negative Stellungnahmen zur Schließung von 39
Postämtern gab es am Dienstag aus der Steiermark. ÖVP-Landeschef
LHStv. Hermann Schützenhöfer forderte Bundeskanzler Werner Faymann
(S) und Infrastrukturministerin Doris Bures (S) "dringend" auf, die
Zusperrpläne zu verhindern. Die Christgewerkschafter gaben die Parole
"Jetzt erst recht" aus und verwiesen auf 7.000 steirische
Unterzeichner des Volksbegehrens "Stopp dem Postraub", der steirische
AK-Präsident Walter Rotschädl ortete "eine Bankrotterklärung sowohl
des Managements, als auch der Politik".
Zukunftskonzept gefordert. Die Verantwortlichen der Post AG forderte Rotschädl in einer
Aussendung auf, ihr Heil nicht nur in Postamtsschließungen und
Personalabbau zu suchen, solange noch nicht einmal die künftigen
Rahmenbedingungen feststehen, sondern endlich ein Zukunftskonzept
vorzulegen: "Hier kann es nur heißen: Zurück an den Start."
Böses Erwachen. "Bundeskanzler Faymann hat noch im Herbst alle beruhigt und
Schließungen ausgeschlossen - jetzt kommt das böse Erwachen",
kritisierte Christgewerkschafter Franz Gosch den Bundeskanzler. In
der Bevölkerung orte man eine große Solidarität, damit dieser
"Kahlschlag" verhindert werde. Der Streikbeschluss vom Dezember sei
nur ruhend gestellt, man werde im Bundesvorstand der
Postgewerkschaft vehement dafür eintreten diesen wieder aufleben zu
lassen, "um sofort entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten zu
können", hieß es von der FCG-Post.
Steirische Reaktionen. "Das ist eine weitere Ausdünnung des ländlichen Raums, gegen die
ich mich entschieden zur Wehr setze. Es kann nicht sein, dass die
Zentralen immer größer und immer höher werden, während in den
Regionen Postämter geschlossen und damit Arbeitsplätze
wegrationalisiert werden", erklärte der steirische ÖVP-Obmann
Schützenhelfer, der ebenfalls Faymann für sein Versprechen, Postämter
zu halten, um sie dann doch zu schließen, attackierte.
Kommunisten empört. Von den Oppositionsparteien meldeten sich KPÖ und BZÖ zu Wort: Die
Kommunisten zeigten sich "empört" und gaben der
EU-Liberalisierungspolitik die Schuld, das BZÖ ortete einen
"rot-schwarzen Anschlag auf den ländlichen Raum", den es zu
verhindern gelte












