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Zuletzt aktualisiert: 03.03.2009 um 16:19 UhrKommentare

Post - Steirische ÖVP mit Gewerkschaften gegen Zusperrpläne

Landesobmann Schützenhöfer richtet sich mit "dringender Aufforderung" an Faymann und Bures. Auch die Opposition üben scharfe Kritik an den Postschließungen.

Foto © APA

Negative Stellungnahmen zur Schließung von 39 Postämtern gab es am Dienstag aus der Steiermark. ÖVP-Landeschef LHStv. Hermann Schützenhöfer forderte Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Infrastrukturministerin Doris Bures (S) "dringend" auf, die Zusperrpläne zu verhindern. Die Christgewerkschafter gaben die Parole "Jetzt erst recht" aus und verwiesen auf 7.000 steirische Unterzeichner des Volksbegehrens "Stopp dem Postraub", der steirische AK-Präsident Walter Rotschädl ortete "eine Bankrotterklärung sowohl des Managements, als auch der Politik".

Zukunftskonzept gefordert. Die Verantwortlichen der Post AG forderte Rotschädl in einer Aussendung auf, ihr Heil nicht nur in Postamtsschließungen und Personalabbau zu suchen, solange noch nicht einmal die künftigen Rahmenbedingungen feststehen, sondern endlich ein Zukunftskonzept vorzulegen: "Hier kann es nur heißen: Zurück an den Start."

Böses Erwachen. "Bundeskanzler Faymann hat noch im Herbst alle beruhigt und Schließungen ausgeschlossen - jetzt kommt das böse Erwachen", kritisierte Christgewerkschafter Franz Gosch den Bundeskanzler. In der Bevölkerung orte man eine große Solidarität, damit dieser "Kahlschlag" verhindert werde. Der Streikbeschluss vom Dezember sei nur ruhend gestellt, man werde im Bundesvorstand der Postgewerkschaft vehement dafür eintreten diesen wieder aufleben zu lassen, "um sofort entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten zu können", hieß es von der FCG-Post.

Steirische Reaktionen. "Das ist eine weitere Ausdünnung des ländlichen Raums, gegen die ich mich entschieden zur Wehr setze. Es kann nicht sein, dass die Zentralen immer größer und immer höher werden, während in den Regionen Postämter geschlossen und damit Arbeitsplätze wegrationalisiert werden", erklärte der steirische ÖVP-Obmann Schützenhelfer, der ebenfalls Faymann für sein Versprechen, Postämter zu halten, um sie dann doch zu schließen, attackierte.

Kommunisten empört. Von den Oppositionsparteien meldeten sich KPÖ und BZÖ zu Wort: Die Kommunisten zeigten sich "empört" und gaben der EU-Liberalisierungspolitik die Schuld, das BZÖ ortete einen "rot-schwarzen Anschlag auf den ländlichen Raum", den es zu verhindern gelte


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