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Zuletzt aktualisiert: 02.03.2009 um 04:45 UhrKommentare

Generalstabschef von Guinea-Bissau getötet

Bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Streitkräfte von Guinea-Bissau ist Generalstabschef Tagme Na Waie getötet worden. Bei der heftigen Explosion am Sonntagabend in der Hauptstadt Bissau wurden fünf weitere Menschen teils schwer verletzt, hieß es seitens der ein Armee. Der Küstenstaat im Westen Afrikas ist nach einem Bürgerkrieg Ende der 90er Jahre immer noch politisch instabil.

Der Generalstabschef habe sich in seinem Büro im Hauptquartier der Armee aufgehalten, als die Bombe explodierte, sagte sein Bürochef. Na Waie sei seinen schweren Verletzungen erlegen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, davon zwei schwer, sagte der Büroleiter. Durch die Wucht der Explosion war nach Angaben aus Armeekreisen ein großer Teil des Hauptgebäudes der Armeezentrale eingestürzt. Der Sprengsatz habe sich unter der Treppe zum Büro des Generalstabschefs befunden und sei explodiert, als der General die Stufen betrat, sagte ein Leibwächter des Generals. Na Waie war demnach erst kurz zuvor in seinem Büro eingetroffen.

Der Generalstabschef hatte Anfang Jänner erklärt, er habe einen Mordanschlag überlebt. Präsidententreue Soldaten hatten demnach das Feuer auf seinen Wagen eröffnet. Sein Vorgänger General Verissimo Correia Seabra war während seiner Amtszeit 2004 von Soldaten erschossen worden.

Zwischen der Armee und Präsident Joao Bernardo Vieira schwelt seit Monaten ein Konflikt. Ende November griffen mehrere Soldaten den Präsidentschaftspalast in Bissau an und töteten zwei von Vieiras Leibwächtern.

Die ehemalige portugiesische Kolonie Guinea-Bissau wurde 1974 unabhängig. 1998 bis 1999 herrschte in dem kleinen Küstenstaat im Westen Afrikas ein Bürgerkrieg, unter dessen Folgen das Land noch immer leidet. Guinea-Bissau wurde immer wieder durch blutige Umsturzversuche und Aufstände erschüttert.

Quelle: APA

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