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Zuletzt aktualisiert: 25.02.2009 um 18:45 UhrKommentare

Kritischer Islam-Lehrer verlor Lehrberechtigung

Nachdem er im "Standard" den Islam-Unterricht an Österreichs Schulen kritisiert hat, ist dem in Feldkirch unterrichtende islamische Religionslehrer Aly El Ghoubashy von der Islamischen Glaubensgemeinschaft die Unterrichtserlaubnis entzogen worden.

Anas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft

Foto © ReutersAnas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft

Grüne, FPÖ und BZÖ forderten den Rücktritt von IGGiÖPräsident Anas Schakfeh. Auch die SPÖ übte Kritik.

Er kenne El Ghoubashy und dessen " aufgeschlossenen und sehr zeitgemäßen Unterricht" persönlich, meinte der Grüne Bildungssprecher Harald Walser, ehemaliger Direktor der AHS in Feldkirch. Er fordert die sofortige Rücknahme des Entzugs der Lehrerlaubnis und Konsequenzen für den Leiter des islamischen Schulamtes: "Anas Schakfeh ist nach dieser Aktion als Leiter des Schulamtes nicht mehr tragbar." Die FPÖ und das BZÖ haben ihre Forderungen nach einem Rücktritt Schakfehs anlässlich des Vorfalls erneuert.

 Kritik seitens SPÖ. Auch die SPÖ übte Kritik an der Entlassung. Es könne nicht sein, "dass sachlich argumentierende Kritiker von der Islamischen Glaubensgemeinschaft offenbar mundtot gemacht werden", so SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer.

Schakfeh rechtfertig sich. Schakfeh rechtfertigte seine Entscheidung gegenüber der APA. El Ghoubashy habe die gesamte Community schlecht gemacht. Das könne die IGGiÖ nicht hinnehmen, sagte Schakfeh am Mittwoch.

Gastkommentar von Dienstag. El Ghoubashy hatte den Gastkommentar vom Dienstag mit den Worten eingeleitet: "Der Islamunterricht wäre eine gute Gelegenheit, um die jungen Muslime in der Gesellschaft zu integrieren. Leider haben wir Muslime diese Möglichkeit nicht ernst genommen und deshalb verpasst." Der Vorarlberger Gymnasiallehrer sieht die Schuld auch bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft bzw. deren Schulamt, der islamischen Pädagogischen Akademie in Wien. Er will sich wegen des Unterrichtsverbots nun an die Gewerkschaft wenden, wie das Ö1-Mittagsjournal berichtete.

Quelle: APA

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