Russland und Iran testen erstes iranisches AKW
Russland und der Iran haben am Mittwoch in Bushehr am Persischen Golf einen Testlauf im ersten iranische Atomkraftwerk unternommen. Nach Angaben des Senders Khabar wurde der Test in dem mit Moskauer Hilfe gebauten Kraftwerk von dem Leiter des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Sergej Kirijenko, und dem Chef des iranischen Atomprogramms, Gholamreza Aghazadeh, verfolgt.
Es habe sich um einen sogenannten technischen Start der Anlage gehandelt, da der von Russland gelieferte Brennstoff noch von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) versiegelt ist. Dabei seien in den vergangenen zehn Tagen probeweise mit Blei gefüllte "Brennstäbe" eingesetzt worden, sagte ein Regierungsvertreter. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, werde das Blei zukünftig durch angereichertes Uran ausgetauscht.
"Mit der Vollendung des Tests können wir nun von einer Fertigstellung des Reaktors sprechen und endlich allen politischen Spekulationen ein Ende setzen", erklärte Aghazadeh. Er nahm damit Bezug auf Gerüchte, Moskau hätte aus politischen Gründen dem Westen gegenüber die Fertigstellung des Kraftwerks, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben hatte, absichtlich verzögert. Aghazadeh kündigte an, der Reaktor werde bereits in wenigen Monaten ans Netz gehen.
Der Iran will ungeachtet der Bemühungen der USA um eine Verständigung sein umstrittenes Atomprogramm nicht herunterfahren. In den kommenden fünf Jahren sei die Inbetriebnahme von 50.000 Zentrifugen geplant, um Uran anzureichern, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Gholamreza Aghazadeh, am Mittwoch im Südwesten des Landes am Standort des Atommeilers Bushehr. Dies sei notwendig, um im Jahr 2016 in Darkhovin das erste selbst errichtete Atomkraftwerk in Betrieb nehmen zu können.













