Vatikan kritisiert "genetische Diskriminierung"
Papst Benedikt XVI. hat sich gegen die Verwendung der Gentechnik zur Auswahl von menschlichem Leben gewandt. Wissenschaftliche Fortschritte auf dem Gebiet der Medizin seien zu begrüßen, wenn sie zur Diagnose und Heilung schwerer Krankheiten beitrügen, sagte der Papst bei einer Veranstaltung zum Thema Gentechnik. Der Gefahr einer "genetischen Diskriminierung" müsse aber unbedingt begegnet werden.
Es gebe besorgniserregende Anzeichen einer solchen Diskriminierung zugunsten von "Effizienz, Perfektion und körperlicher Schönheit auf Kosten aller anderen Formen der Existenz, die als unwürdig betrachtet werden", beklagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er verwies darauf, dass der Begriff Eugenik negativ besetzt sei, weil er von den deutschen Nationalsozialisten zur Rechtfertigung von Zwangssterilisierungen und anderen verbrecherischen Praktiken benutzt worden sei.
Heute herrschten zwar andere Zeiten, sagte der Papst. Dennoch müsse stets betont werden, dass Diskriminierungen auf genetischer Basis einen Angriff auf die gesamte Menschheit darstellten.












