UNICEF fordert verstärkten Kampf gegen Armut
Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich, forderte anlässlich des ersten Welttages für soziale Gerechtigkeit am Freitag namens der UNO-Kinderhilfsorganisation dazu auf, den Kampf gegen Armut und Unterentwicklung gerade in Krisenzeiten zu verstärken.
"Die Kinder in der Dritten Welt tragen die Hauptlast der globalen Finanzkrise. Die Industriestaaten müssen sich endlich ihrer Verantwortung bewusstwerden und handeln, denn Armut, Hunger und Krankheiten töten Jahr für Jahr über 9 Millionen Kinder."Die Finanzkrise wird nach Einschätzung von UNICEF die weltweiten sozialen Gegensätze verschärfen und bedroht schon jetzt in einigen Ländern die Überlebens- und die Entwicklungschancen der Kinder. Insbesondere in den stark von Exporten abhängigen Ländern Asiens drohten nicht nur eine starke Zunahme der Arbeitslosigkeit und Armut, sondern auch mehr Unterernährung sowie ein Anstieg der Kindersterblichkeit, warnte UNICEF.
Aktuelle Berechnungen der Weltbank prognostizieren demnach, dass in den von der Krise besonders betroffenen Entwicklungsländern zwischen 200.000 und 400.000 Kinder zusätzlich sterben könnten, wenn die Krise ungebremst fortschreitet. Schon vor der aktuellen Krise sei nahezu jedes zweite Kind in Südasien und jedes siebente Kind in Ostasien unterernährt gewesen. "Bereits heute fehlen jedem zweiten der rund 2,2 Milliarden Kinder auf der Erde grundlegende Dinge für das Überleben und die Entwicklung wie ausreichende Nahrung, sauberes Wasser, medizinische Hilfe, eine gute Schulbildung und ein Dach über dem Kopf. Weltweit sterben jedes Jahr 9,2 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag - meist an vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten."












