Pakistan kritisiert US-Angriffe auf seinem Gebiet
Pakistans Außenminister Qureshi hat amerikanische Militärschläge gegen Al-Kaida- und Taliban-Ziele in seinem Land kritisiert. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte Qureshi am Sonntag, Pakistan verlange Respekt vor den Grenzen seines Territoriums. Sein Land sei dem Kampf gegen den Terrorismus verpflichtet - auch weil es selbst unter den Extremisten aus Afghanistan leide.
US-Verteidigungsminister Gates hatte im Jänner in einer Parlamentsanhörung laut Medienberichten klar gemacht, dass die USA weiterhin Terroristen auf pakistanischem Gebiet an der Grenze zu Afghanistan ins Visier nehmen. Sowohl Ex-Präsident Bush als auch sein Nachfolger Obama hätten klar gemacht, "dass wir Al Kaida verfolgen, wo immer Al Kaida ist", sagte Gates.
Auch der afghanische Präsident Karzai beklagte die hohe Zahl der zivilen Opfer bei Militäreinsätzen. Die Afghanen hätten ein "Recht auf Respekt und Schutz". Sie sähen sich als Partner, und "Partner dürfen nicht angegriffen werden", sagte der Präsident, der sich im August zur Wiederwahl stellt.
Karzai sprach sich in München für eine Aussöhnung mit den gemäßigten Taliban in seinem Land aus. Die Wahlen im Sommer dieses Jahres seien der richtige Zeitpunkt für die Einleitung des Versöhnungsprozesses. Er lade alle Taliban, die nicht der Terrororganisation Al Kaida angehörten und die die Verfassung respektierten, zur Rückkehr in das Land ein. Karzai würdigte die Fortschritte seines Landes seit Beginn des militärischen Einsatzes der internationalen Staatengemeinschaft. Afghanistan sei auf dem richtigen Weg. Der Kampf gegen den Terrorismus könne aber nicht ewig andauern: "Wir müssen Ergebnisse zeigen auf dem Weg."
Die internationale Gemeinschaft forderte Karzai auf, sich besser zu koordinieren. Sehr viel Geld werde ausgegeben, von dem nicht bekannt sei, wohin es genau fließe. Außerdem mahnte er mehr Anstrengungen bei der Ausbildung von Soldaten und Polizisten an. Auch der Kampf gegen den Drogenanbau müsse effektiver werden.












