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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 um 21:23 UhrKommentare

Indien macht Pakistan für Anschläge verantwortlich

Indien hat dem pakistanischen Geheimdienst ISI erstmals namentlich eine Verwicklung in die Anschläge von Bombay vorgeworfen. "Die Täter planten, trainierten und starteten ihren Angriff von Pakistan aus, und die Organisatoren waren und bleiben Klienten und Schöpfungen des ISI", sagte der indische Außenminister Menon auf einer Veranstaltung in Paris.

Er warf Pakistan in seiner Rede vor, bei der Untersuchung der Angriffe die Tatsachen zu verdrehen. Das pakistanische Außenministerium kritisierte die Worte Menons als unangebracht. Indische Regierungsvertreter sollten sich mit solchen Äußerungen zurückhalten, solange die Untersuchungen noch liefen. "Sie sollten ein bisschen Geduld zeigen", sagte ein Sprecher. Die am Donnerstag vom Außenministerium veröffentlichte Rede Menons hielt der Außenminister am Mittwoch.

Die Anschläge im November, bei denen 179 Menschen getötet wurden, haben die Beziehungen zwischen den beiden Atommächten stark belastet. Indien hat den Dialog mit der Regierung in Islamabad ausgesetzt. Die Regierung in Neu-Delhi macht die in Pakistan ansässige Islamisten-Gruppe Lashkar-e-Taiba (LET) für den Sturmlauf durch die Finanzmetropole Bombay verantwortlich. Dabei hat sie auch wiederholt pakistanische Geheimdienststellen einer Verwicklung beschuldigt, ohne jedoch den ISI namentlich zu nennen.

Pakistan hat jegliche Verstrickung staatlicher Stellen in die Anschläge zurückgewiesen und erklärt, ein von Indien übermitteltes Dossier mit Informationen zu prüfen. Das Dossier enthält nach indischen Angaben ein Geständnis des einzigen überlebenden Attentäters, Aufzeichnungen von Telefongesprächen zwischen den Angreifern und ihren Komplizen in Pakistan sowie eine Liste von in Pakistan hergestellten Waffen, die bei den Anschlägen verwendet worden seien.

Quelle: APA

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