Palästinensische Rakete in Israel eingeschlagen
Militante Palästinenser im Gazastreifen haben wieder eine Rakete nach Südisrael abgefeuert. Es habe laut israelischen Angaben keine Verletzten oder Sachschäden gegeben. Das Geschoß sei in einem Feld nahe der Stadt Ashkelon niedergegangen. Es war das dritte Mal seit Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen am 18. Jänner, dass der Süden Israels von einer palästinensischen Rakete beschossen wurde.
Verteidigungsminister Ehud Barak hatte am Vortag erklärt, Israel sei zu einem weiteren Militäreinsatz gegen die radikale Hamas im Gazastreifen bereit. Er hoffe, dass die Waffenruhe halte, sollte es aber weiterhin Raketenangriffe auf Israel geben, sei die Regierung auf entsprechende Maßnahmen vorbereitet.
Der amerikanische Nahost-Sonderbeauftragte George Mitchell hat am Freitag nach einem Treffen mit dem israelischen Oppositionsführer Benjamin Netanyahu, der als Favorit in die bevorstehenden Parlamentswahlen geht, vor Rückschlägen für den bereits blockierten Friedensprozess gewarnt. "Die tragische Gewalt im Gazastreifen und im Süden Israels werfen ein ernüchterndes Schlaglicht auf die äußerst ernsthaften und schwierigen Herausforderungen und unglücklicherweise auch auf die Rückschläge, die uns bevorstehen", sagte Mitchell, der am Samstag in Jordanien Gespräche führen wird.
Die USA stellen für den Wiederaufbau des Gazastreifens mehr als 20 Millionen Dollar Soforthilfe zur Verfügung. Bei der Ende Dezember lancierten dreiwöchigen israelischen Militäroffensive starben nach UNO-Angaben 1300 Palästinenser, annähernd 5000 wurden verwundet. Israel begründete sein Vorgehen mit den ständigen Hamas-Raketenangriffen auf den Süden des Landes.












