Sri Lanka: Laut Behörden 300 Zivilisten getötet
Bei den jüngsten Gefechten im Norden Sri Lankas sind nach Behördenangaben mehr als 300 Zivilpersonen getötet und über 1.000 weitere verletzt worden. Der Leiter der Gesundheitsbehörde in der Region, Thurairajah Varatharajah, appellierte am Mittwoch an die Regierung in Colombo sowie an Hilfsorganisationen, Medikamente und Blutkonserven für die Verletzten zur Verfügung zu stellen.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnte vor einer "furchtbaren humanitären Situation". Nach IKRK-Angaben sind rund 250.000 wehrlose Zivilisten ohne Zufluchtsorte in einem etwa 250 Kilometer großen Gebiet eingeschlossen, das von den Tamilen-Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) kontrolliert wird und von den Regierungstruppen eingekesselt worden ist.
Das IKRK appellierte an die Rebellen und an die Armee, den Zivilisten einen sicheren Abzug zu ermöglichen. Menschen dort gerieten ins Kreuzfeuer. Krankenhäuser sowie Krankenwagen seien beschossen und Helfer verletzt worden. Die Vereinten Nationen hatten bereits am Dienstag erklärt, bei der Offensive der singhalesischen Regierungstruppen gegen die tamilischen Rebellen seien zahlreiche Zivilpersonen getötet und verletzt worden.












