Bruner: Will 40-Prozent-Frauenquote an Unis
Die jüngst zurückgetretene Rektorin der Universität für Bodenkultur (Boku), Ingela Bruner, hat konkrete Vorstellungen, wie Hochschulen zu führen wären: Klare Kompetenzverteilungen, eine 40-Prozent-Frauenquote in allen Uni-Gremien und mehr Augenmerk auf die Studierenden, so würde sie die heimischen Unis bis 2020 zu modernen Einrichtungen weiterzuentwickeln.
Drei konkrete Vorschläge hat Bruner, die sie in der geplanten Novelle des Universitätsgesetztes (UG) gerne verwirklicht sehe: Die Betriebsräte sollten im Uni-Rat mit Stimmrecht ausgestattet werden - und nicht nur mit einem Sitz. "Das ist ein legitimes Recht der Belegschaft", das etwa auch Aktiengesellschaften anerkennen. Weiters sollten jene, die Verantwortung über Organisationseinheiten tragen (z.B. Department- oder Institutsleiter), mit "mehr Macht und Prokura" ausgestattet werden. Sie seien die "Führungskräfte der Institutionen" mit Personal-, Infrastruktur- und finanzieller Verantwortung.
Und schließlich sollte die Macht des Senats "auf die Belange der Lehre" beschränkt werden, so Bruner. Die schwedischen Universitäten etwa "haben keinen Senat und brauchen auch keinen". Im Universitätsrat könnte sich Bruner auch Beamte des Wissenschaftsministeriums vorstellen. Eine mindestens 40-Prozent-Frauenquote in allen Gremien (u.a. Uni-Räte, Rektorate, Senate, Studenten-, Berufungs- und Habilkommissionen) sieht Bruner als sehr wichtig.
Nach Ansicht Bruners bekommen "die Unis nicht genug Geld für den laufenden Betrieb. Sie erhalten darüber hinaus nicht genug für Investitionen, d.h. Mittel, um Geräte und technische Ausstattung zu finanzieren". Viel zu kurz in den Debatten um die hochschulpolitische Zukunft kommen Bruner die Studierenden. Als einen weiteren wichtigen Punkt sieht Bruner, mehr Jobs für Studierende an den Unis zu schaffen.












