Irak beendet 19-jährigen Konflikt mit Kuwait
Mit der Zahlung von 300 Millionen Dollar an die kuwaitische Fluggesellschaft hat die irakische Regierung einen seit fast 20 Jahren schwelenden letzten Streit mit dem Nachbarland beigelegt. Mit dem Geld werde Kuwait Airways für die Beschlagnahmung von Flugzeugen und Ausrüstung während der irakischen Invasion im Jahr 1990 entschädigt, teilte die Regierung am Sonntag in Bagdad mit.
Aufgebracht werde die Summe von der irakischen Regierung und der Fluggesellschaft Iraq Airways. Im Gegenzug hätten sich beide Seiten verpflichtet, alle Rechtsstreitigkeiten beizulegen.
Ferner hätten sich beide Regierungen auf die gemeinsame Ausbeutung eines Ölfeldes in der Grenzregion verständigt, hieß es weiter. Die Erträge daraus sollen aufgeteilt werden.
Die beiden Länder verständigten sich auch darauf, sich bei der Suche nach Vermissten aus dem damaligen Krieg zu unterstützen. Die Vereinbarung wurde laut dem Sprecher bereits vergangene Woche beim Besuch des irakischen Präsidenten Talabani in Kuwait getroffen.
Die irakische Armee hatte im August 1990 auf Befehl des damaligen Staatschefs Saddam Hussein Kuwait überfallen und besetzt. Als Reaktion führten internationale Streitkräfte unter Führung der USA Anfang 1991 einen Krieg gegen den Irak (Zweiter Golf-Krieg), der mit der Niederlage Bagdads und einem Waffenstillstand endete.












