Italien will Militär in 100 Städten einsetzen
Italien will Soldaten in 100 Städten einsetzen, um die Kriminalität zu bekämpfen und die Sicherheit zu garantieren. "Die Forderung nach einem Einsatz der Soldaten kommt vor allem aus Städten in Norditalien, vielleicht weil es dort mehr illegale Migranten gibt", sagte der italienische Verteidigungsminister Ignazio La Russa im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale" am Sonntag.
Das Heer sei in der Lage, in sechs Monaten mit den Patrouillen zu beginnen. ''Soldaten in den Städten können eine wichtige Vorbeugungsrolle spielen", sagte La Russa. Die Ausbildung des Militärs für die Patrouillen in den Städten werden in knapp einem Monat abgeschlossen werden.
Regierungschef Berlusconi kündigte am Samstag an, dass die Zahl von rund 3.000 Soldaten, die in den Städten eingesetzt werden, sogar um das Zehnfache erhöht werden könnte. "Die Soldaten sollen die Kriminalität bekämpfen", sagte Berlusconi.
Die Soldaten haben im vergangenen August die Kontrolle über verschiedene Einrichtungen und Institutionen übernommen, um die Polizei zu entlasten. Damit hat die Polizei mehr Personal für Patrouillen auf den Straßen zur Verfügung. Mit einer Pistole bewaffnet dürfen die Soldaten aber nur Personen festnehmen, die sie auf frischer Tat ertappen. Sie bewachen zudem den Vatikan, den Mailänder Dom, Bahnhöfe, Botschaften und andere mögliche Anschlagsziele. Die Opposition warf der Regierung Berlusconi vor, die italienischen Städten zu militarisieren. Der Einsatz des Militärs sei eine glatte Verschwendung von Ressourcen und ohne Durchschlagskraft.












