Initiative für gemeinsames Verfahren bei Zogajs
Die oberösterreichische Landesregierung hat eine Initiative der Grünen beim Innenministerium für ein gemeinsames Asylverfahren der Familie Zogaj in Österreich beschlossen. Der Antrag erhielt eine Mehrheit durch die Stimmen von Grünen und SPÖ. Die ÖVP-Regierungsmitglieder hätten sich der Stimmen enthalten, so die Grünen.
Oberösterreich appelliere damit an das Innenministerium, im Sinne von Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit die Asylverfahren aller Familienmitglieder in Österreich durchzuführen und nicht jene der Kinder in Ungarn zu behandeln. Die Familie von Arigona Zogaj war nach fünf Jahren Aufenthalt in Oberösterreich abgeschoben worden. Das Mädchen blieb mit ihrer Mutter zurück, nachdem es zuvor untergetaucht war und mit Selbstmord für den Fall der Abschiebung gedroht hatte.
Mutter und Tochter konnten später vorerst bleiben, weil Nurie Zogaj wegen ihres Gesundheitszustandes nicht abgeschoben werden konnte. Seit vergangener Woche ist die Familie außer dem Vater wieder in Oberösterreich vereint, nachdem drei der Geschwister von Arigona aus einem ungarischen Asylwerberheim geflüchtet und nach Österreich gekommen waren.
Dort hatten sie sich nach einem fehlgeschlagenen Fluchtversuch befunden, der sie bereits im Dezember vom Kosovo nach Österreich führen sollte. Auch der älteste Bruder von Arigona ist inzwischen nach Österreich gekommen.












