Verdächtige in Rot-Kreuz-Entführung festgenommen
Drei Tage nach der Entführung von Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) auf der philippinischen Insel Jolo meldete die Polizei am Sonntag die Festnahme von drei Verdächtigen. Sie sollen den Schweizer Andreas Notter, den Italiener Eugenio Vagni und die Filipina Mary Jean Lacaba gekidnappt und an die islamisch-fundamentalistische Organisation Abu Sayyaf übergeben haben.
Die philippinische Armee vermutete, dass die drei Entführten in den Dschungel von Indanan auf der Insel Jolo im Süden verschleppt worden seien. Auch von Lösegeldforderungen in Millionenhöhe wurde gesprochen. Dagegen bezeichnete IKRK-Sprecher Marcal Izard die Meldung, dass die Geiselnehmer mindestens fünf Millionen Dollar (3,77 Mio. Euro) erpressen wollen, als Gerücht. "Wir haben keinen Kontakt mit den Entführern. Wir wissen nicht, wer dahinter steckt." Auch die Meldung, die muslimischen Separatisten der Abu Sayyaf würden hinter der Entführung stecken, seien Gerüchte.
Das IKRK verlange die bedingungslose Freilassung ihrer Mitarbeiter, forderte Izard. Am Samstag habe man ein erstes Lebenszeichen von den Verschleppten erhalten und am Telefon mit allen drei Entführten gesprochen.
Unterdessen hat die Hilfsorganisation ihre Arbeit auf der Insel Jolo vorübergehend unterbrochen, um die Sicherheitsbedingungen zu überprüfen. Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes waren am Donnerstag in ihrem Auto im muslimischen Süden der Philippinen entführt worden. Die drei Helfer seien in der Nähe eines Provinzgefängnisses von Bewaffneten gestoppt und verschleppt worden, teilte das IKRK-Büro in Manila mit.












