Wieder Brandsätze auf Synagogen in Frankreich
In Frankreich haben unbekannte Täter erneut Synagogen mit Brandsätzen angegriffen. Wie die Behörden am Montag mitteilten, wurden Molotow-Cocktails auf jüdische Gebetshäuser im Pariser Vorort Saint-Denis sowie in Schiltigheim bei Straßburg geworfen. Frankreichs Oberrabbiner Gilles Bernheim sprach indes den Palästinensern mit Blick auf die israelische Offensive im Gazastreifen sein Mitgefühl aus.
Die Molotow-Cocktails hinterließen Brandspuren, Menschen kamen nicht zu Schaden. Der französische Präsident Sarkozy verurteilte die Taten scharf. Die Täter nutzen den Nahost-Konflikt als Ausrede für Gewalt gegen Menschen, Privateigentum und religiöse Gebäude. Die Angriffe würden nicht ungestraft bleiben, warnte er.
Innenministerin Alliot-Marie sprach nach dem Anschlag in Saint-Denis, bei dem neun Brandsätze geschleudert worden waren, von einer "feigen und untragbaren" Tat. Es müsse alles getan werden, damit die Urheber vor Gericht kämen, forderte die Politikerin, die sich vergangene Woche nach einem Brandanschlag auf eine Synagoge mit Vertretern von Juden und Muslimen getroffen hatte.
Der Straßburger Vertreter des Zentralrats der französischen Juden, Pierre Levy, bedauerte, ein interreligiöser Aufruf sei offenbar nicht verstanden worden. Vertreter der katholischen und protestantischen Kirche sowie der jüdischen und muslimischen Gemeinden im Elsass hatten am Freitag nachdrücklich vor fremdenfeindlichen Taten und Äußerungen gegenüber bestimmten Glaubensgemeinschaften gewarnt.












