Pakistan will Dialog mit Indien wieder aufnehmen
Die pakistanische Regierung will die seit den Terroranschlägen in Bombay unterbrochenen Friedensgespräche mit Indien sobald wie möglich wieder aufnehmen. Außenminister Qureshi sagte, der "bedauerliche Terrorangriff" sei ein Rückschlag für die Beziehungen gewesen. Der indische Innenminister Chidambaram warf Pakistan vor, offizielle Stellen hätten die Terrororganisation Lashkar-e-Taiba unterstützt.
Bei den Attacken in der indischen Finanzmetropole waren Ende November mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen. Die Terrorserie hat die Beziehungen zwischen den südasiatischen Atommächten schwer belastet, da Neu Delhi Hintermänner in Pakistan für die Anschläge verantwortlich macht. Pakistans Außenminister sicherte Indien am Sonntag noch einmal die Unterstützung von Regierung und Behörden bei der Aufklärung zu. Da es zwischen beiden Staaten kein Auslieferungsabkommen gebe, würden Verdächtige allerdings nicht an Indien ausgeliefert.
Innenminister Chidambaram erklärte am Sonntag in einem Interview des indischen Senders NDTV, "ein Verbrechen dieses Ausmaßes" könne nicht von einer Organisation wie der islamistischen Lashkar-e-Taiba (LeT) allein vorbereitet worden sein. Daher müssten "staatliche Akteure" die LeT unterstützt haben. Nähere Angaben machte Chidambaram nicht.
Islamabad weist diese Vorwürfe zurück. Lashkar-e-Taiba war Ende der 80er Jahre mit Hilfe des pakistanischen Geheimdienst ISI gegründet worden und seitdem vor allem im indischen Teil der geteilten Region Kaschmir aktiv. In Pakistan ist LeT seit Jänner 2002 als terroristische Vereinigung verboten.












