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Zuletzt aktualisiert: 28.12.2008 um 16:14 UhrKommentare

45 Zivilisten im Kongo massakriert

Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo haben die Rebellen der Lord's Resistance Army (LRA) nach ugandischen Angaben 45 Zivilisten massakriert. Die Menschen seien in einer Kirche mit Macheten niedergemetzelt worden, sagte am Sonntag der ugandische Armeesprecher Chris Magezi. "Sie metzelten sie in Stücke." Der Vorfall habe sich am Freitag ereignet.

Einige Menschen in der Kirche hätten flüchten können und der ugandischen Armee von dem Massaker berichtet. Bei den Opfern handle es sich vor allem um Frauen, Kinder und alte Menschen. Das Massaker in der katholischen Kirche von Doruma, etwa 40 Kilometer vor der Grenze zum Sudan, wurde von einem Mitarbeiter einer Hilfsorganisation bestätigt. "Überall liegen Körperteile", berichtete der Helfer, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings dementierten die LRA-Rebellen jede Verantwortung. "Berichte über die Ermordung von unschuldigen Zivilisten durch LRA-Kämpfer sind unwahr und nur Propaganda der ugandischen Armee", sagte LRA-Sprecher David Nyekorach Matsanga. Derzeit seien gar keine Kämpfer der Organisation in der betroffenen Region unterwegs.

Die LRA von Rebellenchef Joseph Kony ist seit Jahren im Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo und Ugandas aktiv. Kony selbst wird per Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag gesucht. Die Armeen Ugandas, Kongos und des Sudan haben zu Beginn dieses Monats eine gemeinsame Militäraktion gegen die LRA gestartet.

Quelle: APA

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