Holub peilt drittes Mandat für Kärntner Grüne an
Die Kärntner Grünen sind seit 2004 mit zwei Abgeordneten im Landesparlament vertreten. Trotz des für Kleinparteien ungünstigen Wahlrechts schafften sie durch ein gutes Resultat im Wahlkreis Klagenfurt mit landesweit 6,7 Prozent den Sprung in den Landtag. Das erklärte Ziel von Spitzenkandidaten Rolf Holub für die Wahl am 1. März lautet: "Stärker werden und ein drittes Mandat erreichen".
Entgegen kommt den Grünen die Änderung des Wahlrechts, die im Sommer - gegen den Willen des BZÖ - beschlossen worden ist. Seither reichen beim Reststimmenverfahren auf Landesebene fünf Prozent für den Einzug in den Landtag. "Für uns ist die Sache dadurch natürlich leichter geworden, unser Ziel ist es aber natürlich, stärker zu werden", meinte Holub im APA-Interview, der übrigens der einzige Spitzenkandidat der letzten Landtagswahl ist, der wieder antritt. Denn die Frontleute von Rot und Schwarz, Peter Ambrozy und Elisabeth Scheucher, sind nicht mehr in der Politik. Nachdem der Tod Jörg Haiders im Oktober die innenpolitische Szene durchgeschüttelt hat, sind Holubs Ansicht nach "sehr viele Stimmen in Kärnten am Markt", acht Prozent davon hält er für die Grünen für realistisch.
Es sei sehr vieles in Bewegung geraten in Kärnten, so der Befund des Grün-Politikers. Und es müsse auch sehr viel geändert werden im Lande: "Eines der dringlichsten Probleme ist die Finanzpolitik, die Schulden Kärntens sind verheerend." Die Problemlösungskapazität des BZÖ auf diesem Gebiet wertet Holub als "verheerend", es gebe keine Konzepte und keine Pläne, wie man den wachsenden Schuldenberg in den Griff bekommen könne. Die SPÖ treffe aber hier eine gewisse Mitschuld, schließlich habe sie den Budgetplan im Jahr 2004 gemeinsam mit den Orangen beschlossen.












