Bruderzwist um FPÖ-Geld
FPÖ-Bundesparteichef Heinz-Christian Strache sieht sich bereits als Zimmermann eines gemeinsamen "freiheitlichen Hauses" mit blau-orangem Anstrich.
Überläufer.
Deshalb schicke man BZÖ-Überläufer Marion Canori als blaue Nummer eins in die Landtagswahl, beteuert er: Um einen Brückeschlag zwischen den Bruder-Parteien zu ermöglichen und einen SP-Landeshauptmann Reinhart Rohr zu verhindern. Bloß: Noch hängt der freiheitliche Haussegen schief. Nicht nur, weil die Orangen das Liebeswerben der FPÖ (noch) entrüstet zurückweisen.
2,1 Millionen gefordert. Auch ein alter Konflikt bekommt nun neue Dynamik. Es geht um viel Geld, da hört sich bekanntlich jede Freundschaft auf. Die Kärntner Blauen fordern 2,1 Millionen Euro rückwirkend, weil sie nach der Parteispaltung 2005 leer ausgegangen sind. Die Ansprüche sind durch ein Verfassungsgerichtshof-Urteil untermauert. Den Richterspruch hat BZÖ-Landeshauptmann Gerhard Dörfler zwar unter Protest akzeptiert, nicht aber die Höhe der Forderung.
Anzeige wegen Amtsmissbrauchs.Unlängst hat die FPÖ einen positiven Bescheid bekommen, allerdings nur für 1,5 Millionen Euro. Begründung: In den Jahren 2006 und 2007 habe die Partei keinen Antrag gestellt, die Frist sei nun verstrichen. "Geplänkel!", wettert FPÖ-Chef Franz Schwager. "Im Parteienförderungsgesetz steht nichts von einer Frist." FP-Anwalt Christian Leyroutz droht gar mit neuerlicher Anfechtung beim Verwaltungsgericht: "Unsere Erfolgsaussichten liegen bei 99 Prozent." Zudem prüfe er eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen Dörfler und BZÖ-Finanzreferent Harald Dobernig.
Wortkarg. Die zwei geben sich wortkarg. "Ich kann dazu nichts sagen", so Dobernig. Und Dörfler betont: "Die FPÖ kriegt, was ihr zusteht." Wie viel das sei, konnte er gestern nicht schlüssig beantworten.












