Generalstreik gegen Berlusconi in Italien begonnen
Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi bekommt starken Widerstand zu spüren. In Italien hat am Freitag ein Generalstreik gegen die Regierung Berlusconi begonnen, zu der die CGIL, der stärkste Gewerkschaftsverband im Land, aufrief.

Foto © AP/Alessandra Tarantino
Der Generalstreik betrifft alle Wirtschaftsbereiche. Ein ursprünglich im Bahn- und Nahverkehr geplanter Streik wurde wegen der Unwetter abgesagt, die einen Großteil Italiens heimsuchten.
Große Beteiligung erwartet. Der Gewerkschaftsverband CGIL, der im Land fünf Millionen Anhänger
zählt, rechnet mit einer starken Beteiligung an den geplanten
Demonstrationen gegen die Regierung Berlusconi. Über 100 Kundgebungen
sind in Italien vorgesehen. "Gegen die Krise mehr Arbeit, mehr Lohn,
mehr Renten, mehr Rechte", lautet der Slogan der CGIL.
Gewerkschaftschef Guglielmo Epifani wird eine Großkundgebung in Rom
anführen. Weitere Demonstrationen sind in allen größeren Städten
geplant.
Metaller streiken auch. Auch die Metallarbeitergewerkschaft FIOM hat am Freitag einen
Streik gegen die Krise in der Branche ausgerufen. Die Gewerkschaft
will mit dem Streik sofortige Maßnahmen gegen die fortschreitende
Verarmung von Arbeitnehmern und Pensionisten erzwingen. Die beiden
gemäßigten Arbeitnehmerverbände CISL und UIL schlossen sich dagegen
dem Appell zum Generalstreik nicht an.
Klare Foderungen. Zu den Maßnahmen, die die CGIL fordert, zählt die Reduzierung des
Steuerdrucks, um den Konsum anzukurbeln und der stagnierenden
Wirtschaft Schwung zu geben. Außerdem verlangt sie eine Erhöhung der
Mindestpensionen und soziale Garantien für Arbeitnehmer mit
unsicheren Verträgen, die von der schweren Rezession in Italien
besonders gefährdet sind. Das von der Regierung Berlusconi
verabschiedete Anti-Krisen-Paket sei unzulänglich, um der schweren
Rezession entgegen zu wirken, betonte die CGIL.












