Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vor 60 Jahren verabschiedet
60 Jahre ist sie alt und heute nicht weniger aktuell als nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der UNO in Paris angekommen.

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Ihre Grundsätze haben
die gesamte Rechtsgeschichte der Nachkriegszeit geprägt - auch wenn
viele Artikel bis heute das in der Präambel genannte "zu erreichende
gemeinsame Ideal" bleiben und Experten seit den Terroranschlägen von
2001 eher "Rückschritte" beklagen.
Messlatte. Obgleich die Erklärung für die Unterzeichnerstaaten unverbindlich
war, wurde sie zur ersten internationalen Messlatte für
Machtmissbrauch und menschenverachtende Politik. Der 10. Dezember
wird Jahr für Jahr weltweit als internationaler Tag der
Menschenrechte begangen. Der 60. Geburtstag der Erklärung wird am
Unterzeichnungsort im Pariser Palais de Chaillot am Mittwoch mit
Vertretern aus aller Welt groß gefeiert.
Nur 48 nahmen sie an. Vor 60 Jahren entstand die Erklärung unter dem Eindruck des
schrecklichen Blutzolls des Zweiten Weltkrieges und insbesondere des
Massenmords an den Juden. Doch von den 58 Staaten der
UNO-Generalversammlung nahmen sie damals nur 48 an. Die Sowjetunion,
osteuropäische Länder, Saudi-Arabien und das damals noch von
Apartheid geprägte Südafrika enthielten sich.
Schwierige Debatte. Die Debatten über die Erklärung hatten sich schwierig gestaltet.
Die Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten legten Wert auf "reale
Rechte", also wirtschaftliche und soziale, während sie "bürgerliche
Rechte" ablehnten, etwa politische und kulturelle. Mehrere westlichen
Demokratien weigerten sich wiederum, aus der Erklärung ein juristisch
verbindliches Dokument zu machen - aus Furcht, ihre damals noch
bestehenden Kolonien könnten sich unter Berufung auf den Text gegen
sie wenden.
"Manifest der Menschheit". Trotz der Streitereien und Hintergedanken im Verlauf ihrer
Ausarbeitung bleibe die Erklärung "das erste Manifest der
Menschheit", sagt der französische Jurist Rene Cassin, der an ihr
mitgewirkt hat. Die Fortbildung der Menschenrechtspolitik ist bis
heute im Fluss. Seit der Erklärung wurden Dutzende Rechtsinstrumente
geschaffen, die Menschenrechte zum Teil auch verbindlich garantieren
sollen.
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Vor 60 Jahren entstand die Erklärung unter dem Eindruck des schrecklichen Blutzolls des Zweiten Weltkrieges und insbesondere des Massenmords an den Juden. Doch von den 58 Staaten der UNO-Generalversammlung nahmen sie damals nur 48 an. Die Sowjetunion, osteuropäische Länder, Saudi-Arabien und das damals noch von Apartheid geprägte Südafrika enthielten sich.













