Widerstand gegen Zentralmatura
Dienststellenversammlungen in den AHS gegen "Reifeprüfung neu".

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Heftigen Widerstand gibt es derzeit im AHS-Bereich gegen die "standardisierte Reifeprüfung". Laut Unterrichtsministerin Claudia Schmied hätte noch die alte Regierung die Novelle zum Schulunterrichtsgesetz beschließen sollen, nun dürfte das Papier im Jänner den Ministerrat passieren. "Das vorliegende Konzept zur Zentralmatura ist aber nicht ausgereift", kritisiert Herbert Weiss, steirischer Vertreter in der Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft. Österreichweit werden derzeit in den allgemeinbildenden höheren Schulen Dienststellenversammlungen abgehalten und Fragebögen verteilt.
Kritikpunkte. Die wesentlichen Kritikpunkte: Künftig soll die schriftliche Matura zentral vorgegeben werden. "Damit können wir keine Rücksicht mehr auf schulautonome Schwerpunkte nehmen." Man könne sich einen Fragenkatalog mit 50 Prozent einheitlichen Themen vorstellen. "Wenn jedoch alles bis ins Detail zentral bestimmt wird, nimmt man uns an den Schulen den individuellen Zugang", befürchtet Weiss.
Aktuelle Lehrpläne. Ganz abgesehen davon, dass die aktuellen Lehrpläne für Schwerpunkte im Unterricht so viel Freiheit lassen, dass nie und nimmer alle Schüler mit demselben Wissensstand antreten.
Weiterer Punkt. Ein weiterer Punkt, den auch die Schülervertretung bemängelt: Negative Beurteilungen kann man sich bei der Zentralmatura nicht mehr durch mündliche Prüfungen ausbessern, nur durch eine neue Klausur. "Acht Jahre lang funktioniert die Kompensation schriftlicher Leistung durch mündliche. Bei der Matura plötzlich nicht mehr?"<
Vorteile. Mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit - die Vorteile der neuen Matura - sieht man bei der Gewerkschaft nicht. "Dafür müsste sie logischerweise in allen Schultypen eingeführt werden, nicht nur im AHS-Bereich."












