Edlinger-Ploder: "Interkulturelle Pädagogik ist nötig"
VP-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder unterstützt die Sprachförderungsoffensive.

Foto © APAAuch Edlinger-Ploder ist für dieses Projekt.
Das Konzept der sprachlichen Frühförderung in den Kindergärten, das in der Steiermark ab kommende Woche flächendeckend umgesetzt wird, baut auf "interkulturellen Mitarbeiterinnen" auf, die im ganzen Land zum Einsatz kommen. Es geht um das gegenseitige Entwickeln von Verständnis und Respekt für unterschiedliche Lebensweisen, Kulturen, Sprachen und Werte. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine "ausländerspezifische Sondermaßnahme", sondern man gehe auf alle Kinder zu. Mit dem Konzept der "interkulturellen Pädagogik" greift Landesrätin Bettina Vollath (SPÖ) auf Erfahrungen in Niederösterreich zurück.
Erfahrungen. Sehr angetan von diesem Konzept ist auch VP-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, die diese Erfahrungen vor wenigen Tagen an Ort und Stelle unter die Lupe genommen hat. Seit 15 Jahren wird dort konsequent die Kindergartenpädagogik nach diesem Muster aufgebaut. Mit 19 "interkulturellen Mitarbeiterinnen" hat man angefangen, heute sind es 56. Was Edlinger-Ploder besonders beeindruckte: Die konsequente Betreuung, die so realisiert werden konnte. Bestätigt hat sich in Niederösterreich auch die Erfahrung, dass es wichtig ist, die Fähigkeiten in der Erstsprache auszubauen. Dies sei das zentrale Fundament für den Erwerb einer oder mehrerer Zweitsprachen. Das gilt für inländische Kinder genauso wie für Kinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch.
Aus- und Weiterbildung. Die zweite Erfahrung, die Edlinger-Ploder aus Niederösterreich mitbrachte: Die Aus- und Weiterbildung in Bezug auf die interkulturelle Pädagogik müsse ausgebaut werden. Abschreckendes Beispiel sei Wien, wo dieses Fach wegen anderer Schwerpunktsetzungen an den Pädagogischen Hochschulen gestrichen wurde.
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Das Modell steht auf drei Beinen: Einsatz mobiler Sprachberaterinnen in der Arbeit mit den Kindern, Stärkung der Kindergartenpädagoginnen durch Schulungen und Arbeitskreise, Zusammenarbeit mit den Eltern.Acht mobile Berater gibt es, drei haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Dazu kommen noch Berater auf Stundenbasis.












