Diskussion um Politiker-Fotos in Linzer Schulen
Nach dem Kruzifixstreit entbrannte in Linz eine Diskussion über die Politiker-Fotos in Schulen. Der Linzer Bürgermeister kann sich eine Entfernung der Porträts vorstellen.

Foto © APAFür LH Josef Pühringer ist die Debatte "pietätlos"
Der Streit um Kruzifixe in Linzer
Kinderbetreuungseinrichtungen geht weiter: Landeshauptmann Josef
Pühringer (V) hat sich am Mittwoch in die Debatte eingeschaltet und
erklärt, dass es ihm vielmehr um eine sinnvolle Ausweitung der
religiösen Bildung und Werteerziehung gehe als um die Frage: "Wie
bringen wir die Kreuze aus dem Kindergarten?" Bürgermeister Franz
Dobusch (S) kann sich vorstellen, Politiker-Fotos in Schulen
entfernen zu lassen.
Vergleich "pietätlos".
"Oba mit Pühringer und Dobusch. Kein Problem", sagte das
Stadtoberhaupt im Gespräch mit den "Oberösterreichischen
Nachrichten". "Meine Eitelkeit ist sehr endenwollend", so auch der
Landeshauptmann im Gespräch mit der APA. Er betonte aber
gleichzeitig, dass er einen Vergleich zwischen den Kreuzen als
Zeichen der Erlösung und Porträts von auf Zeit gewählten Politikern
als "pietätlos" ablehne. "Ich würde mein Bild nie auf die Ebene des
Kruzifixes stellen." Im Streit um Kreuze in Kindergärten,
Krabbelstuben und Horten steht Pühringer "voll hinter" der Linzer
ÖVP. "Schließlich ist dieses Land durch all die Jahrhunderte vom
Christentum geprägt worden."
"Kreuzzeichen-Verbot".
Ende Oktober war zwischen ÖVP und SPÖ in Linz ein heftiger Streit
um Kruzifixe in Kindergärten, Krabbelstuben und Horten entbrannt. Die
Volkspartei ortet ein "Kreuzzeichen-Verbot" in den städtischen
Kinderbetreuungseinrichtungen und warf den Sozialdemokraten einen
"Anti-Religionskurs" vor. Dobusch will den Verfassungsgerichtshof
einschalten. Es gehe um die grundsätzliche Frage der Trennung von
Kirche und Staat, so der Bürgermeister. Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz hat sich für Kreuze
in öffentlichen Räumen ausgesprochen.












