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Zuletzt aktualisiert: 22.11.2008 um 21:54 UhrKommentare

Robert Gibbs wird unter Obama Sprecher des Weißen Hauses

Der Kommunikationschef war auch für Ex-Kandidat Kerry im Einsatz. Clinton dürfte bis kommenden Donnerstag als Außenministerin vorgestellt werden. Weiters setzt der designierte US-Präsident Obama den New Yorker Notenbankpräsidenten Geithner ins Finanzministerium.

Neuer Regierungssprecher: Robert Gibbs

Foto © APNeuer Regierungssprecher: Robert Gibbs

Der gewählte US-Präsident Barack Obama macht seinen Kommunikationschef aus dem Senat, Robert Gibbs, zum neuen Regierungssprecher. Das teilte das Büro Obamas am Samstag in Washington mit. Gibbs war bereits direkt nach der Wahl als neuer Sprecher des Weißen Hauses und Nachfolger von Bushs Sprecherin Dana Perino gehandelt worden. Der 37-Jährige war auch Obamas Kampagnensprecher während des Wahlkampfes.

Karriere. Er begleitete den Kandidaten überall hin und beriet ihn in wichtigen strategischen Fragen. Gibbs, der aus Arkansas stammt, stieß 2004 zu Obamas Team, als der Politiker sich für den Senat bewarb. Er war auch Pressesprecher von John Kerry, der 2004 im Rennen um das Weiße Haus George W. Bush unterlag.

Geithner ins Finanzministerium. Angesichts der Finanzkrise drückt der designierte US-Präsident Barack Obama bei der Besetzung der wichtigsten Kabinettsposten aufs Tempo. Der New Yorker Notenbankpräsident Timothy Geithner soll nach Informationen aus demokratischen Parteikreisen bereits am kommenden Montag als Finanzminister nominiert werden. Obamas einstige Rivalin um das Präsidentenamt, Hillary Clinton, solle bis zum Erntedankfest am Donnerstag offiziell als künftige Außenministerium vorgestellt werden, Justizminister soll Eric Holder werden.

Kursanstieg. Die Entscheidung für den 47-jährigen Geithner ließ an der Wall Street kräftig die Kurse steigen. Der Der Dow-Jones-Index für 30 führende Industriewerte legte um 494,13 Punkte oder 6,54 Prozent auf 8.046,42 Zähler zu. Damit wurde etwa die Hälfte der Verluste von Mittwoch und Donnerstag wieder wettgemacht.

Clinton im Außenministerium. Hillary Clinton ließ über einen Sprecher mitteilen, die Gespräche mit Obama über ihre Nominierung als Außenminister seien auf dem richtigen Weg. Ein endgültige Vereinbarung sei aber noch nicht erreicht worden. Die Ernennung wäre ein weiterer Meilenstein in der politischen Laufbahn der früheren First Lady, die nach einem erbittert geführten Vorwahlkampf der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur Obama unterlegen war. Clinton müsste vor Antritt des Ministeramts ihren New Yorker Senatssitz aufgeben, den sie seit acht Jahren innehat.

Skepsis. Bei einigen Demokraten stieß die Nachricht über Clintons bevorstehende Berufung auf Skepsis. Sie erklärten, möglicherweise sei Clinton zu eigenständig und ehrgeizig für diesen wichtigen Posten. Ein ranghoher Berater Obamas erklärte jedoch, der designierte Präsident sei von Anfang an von Clinton als Kandidatin für das Amt begeistert gewesen. Er sei überzeugt, dass eine Außenministerin Clinton den USA international Glaubwürdigkeit verschaffen werde.


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Geithner übernimmt das FinanzministeriumFoto © Reuters

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Clinton wird AußenministerinFoto © Reuters

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