Robert Gibbs wird unter Obama Sprecher des Weißen Hauses
Der Kommunikationschef war auch für Ex-Kandidat Kerry im Einsatz. Clinton dürfte bis kommenden Donnerstag als Außenministerin vorgestellt werden. Weiters setzt der designierte US-Präsident Obama den New Yorker Notenbankpräsidenten Geithner ins Finanzministerium.

Foto © APNeuer Regierungssprecher: Robert Gibbs
Der gewählte US-Präsident Barack Obama
macht seinen Kommunikationschef aus dem Senat, Robert Gibbs, zum
neuen Regierungssprecher. Das teilte das Büro Obamas am Samstag in
Washington mit. Gibbs war bereits direkt nach der Wahl als neuer
Sprecher des Weißen Hauses und Nachfolger von Bushs Sprecherin Dana
Perino gehandelt worden. Der 37-Jährige war auch Obamas
Kampagnensprecher während des Wahlkampfes.
Karriere.
Er begleitete den Kandidaten überall hin und beriet ihn in
wichtigen strategischen Fragen. Gibbs, der aus Arkansas stammt, stieß
2004 zu Obamas Team, als der Politiker sich für den Senat bewarb. Er
war auch Pressesprecher von John Kerry, der 2004 im Rennen um das
Weiße Haus George W. Bush unterlag.
Geithner ins Finanzministerium.
Angesichts der Finanzkrise drückt der designierte US-Präsident Barack Obama bei der Besetzung der
wichtigsten Kabinettsposten aufs Tempo. Der New Yorker
Notenbankpräsident Timothy Geithner soll nach Informationen aus
demokratischen Parteikreisen bereits am kommenden Montag als
Finanzminister nominiert werden. Obamas einstige Rivalin um das
Präsidentenamt, Hillary Clinton, solle bis zum Erntedankfest am
Donnerstag offiziell als künftige Außenministerium vorgestellt
werden, Justizminister soll Eric Holder werden.
Kursanstieg.
Die Entscheidung für den 47-jährigen Geithner ließ an der Wall
Street kräftig die Kurse steigen. Der Der Dow-Jones-Index für 30
führende Industriewerte legte um 494,13 Punkte oder 6,54 Prozent auf
8.046,42 Zähler zu. Damit wurde etwa die Hälfte der Verluste von
Mittwoch und Donnerstag wieder wettgemacht.
Clinton im Außenministerium.
Hillary Clinton ließ über einen Sprecher mitteilen, die Gespräche
mit Obama über ihre Nominierung als Außenminister seien auf dem
richtigen Weg. Ein endgültige Vereinbarung sei aber noch nicht
erreicht worden. Die Ernennung wäre ein weiterer Meilenstein in der
politischen Laufbahn der früheren First Lady, die nach einem
erbittert geführten Vorwahlkampf der Demokraten um die
Präsidentschaftskandidatur Obama unterlegen war. Clinton müsste vor
Antritt des Ministeramts ihren New Yorker Senatssitz aufgeben, den
sie seit acht Jahren innehat.
Skepsis.
Bei einigen Demokraten stieß die Nachricht über Clintons
bevorstehende Berufung auf Skepsis. Sie erklärten, möglicherweise sei
Clinton zu eigenständig und ehrgeizig für diesen wichtigen Posten.
Ein ranghoher Berater Obamas erklärte jedoch, der designierte
Präsident sei von Anfang an von Clinton als Kandidatin für das Amt
begeistert gewesen. Er sei überzeugt, dass eine Außenministerin
Clinton den USA international Glaubwürdigkeit verschaffen werde.
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Geithner übernimmt das FinanzministeriumFoto © Reuters
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