Medwedew gratuliert Obama - Treffen in Kürze
Zwei Tage nach seinen westlichen Amtskollegen hat auch Russlands Präsident Dmitri Medwedew dem US-Wahlsieger Barack Obama telefonisch gratuliert.

Foto © ReutersDmitri Medwedew
Beide Politiker hätten bei dem Gespräch
am Samstag ihre Bereitschaft zur "konstruktiven und positiven
Zusammenarbeit im Interesse der internationalen Stabilität"
bekräftigt, teilte der Kreml nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit.
Man wolle sich bald persönlich treffen. Dazu böte der
Weltfinanzgipfel am 15. November in Washington Gelegenheit, zu dem
auch Medwedew kommen wird.
Raketen in Kaliningrad.
Am Tag des Wahlsiegs Obamas hatte Medwedew in Moskau den Westen
mit der Ankündigung überrascht, Kurzstreckenraketen in der russischen
Exklave Kaliningrad zwischen Polen und Litauen zu stationieren. Sie
seien nötig, um notfalls die geplante US-Raketenabwehr in Polen und
Tschechien "neutralisieren" zu können, erklärte Medwedew am Mittwoch.
Einen Tag später schlug der Kreml-Chef dann aber versöhnlichere Töne
an.
Erleichterung.
Der Sieg des Demokraten Obama bei der US-Präsidentenwahl am 4.
November war in der politischen Führung Russlands allgemein mit
Erleichterung aufgenommen worden. Sein republikanischer Kontrahent
John McCain stand in Moskau in dem Ruf, für einen ähnlich scharfen
Kurs gegenüber Russland zu stehen wie der scheidende Amtsinhaber
George W. Bush. Neben der US-Raketenabwehr sorgten vor allem die von
Washington betriebene Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die NATO
sowie der jüngste Krieg im Südkaukasus für Spannungen im bilateralen
Verhältnis.
Features
Foto

Foto © Reuters












