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Zuletzt aktualisiert: 08.11.2008 um 21:14 UhrKommentare

Medwedew gratuliert Obama - Treffen in Kürze

Zwei Tage nach seinen westlichen Amtskollegen hat auch Russlands Präsident Dmitri Medwedew dem US-Wahlsieger Barack Obama telefonisch gratuliert.

Dmitri Medwedew

Foto © ReutersDmitri Medwedew

Beide Politiker hätten bei dem Gespräch am Samstag ihre Bereitschaft zur "konstruktiven und positiven Zusammenarbeit im Interesse der internationalen Stabilität" bekräftigt, teilte der Kreml nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit. Man wolle sich bald persönlich treffen. Dazu böte der Weltfinanzgipfel am 15. November in Washington Gelegenheit, zu dem auch Medwedew kommen wird.

Raketen in Kaliningrad. Am Tag des Wahlsiegs Obamas hatte Medwedew in Moskau den Westen mit der Ankündigung überrascht, Kurzstreckenraketen in der russischen Exklave Kaliningrad zwischen Polen und Litauen zu stationieren. Sie seien nötig, um notfalls die geplante US-Raketenabwehr in Polen und Tschechien "neutralisieren" zu können, erklärte Medwedew am Mittwoch. Einen Tag später schlug der Kreml-Chef dann aber versöhnlichere Töne an.

Erleichterung. Der Sieg des Demokraten Obama bei der US-Präsidentenwahl am 4. November war in der politischen Führung Russlands allgemein mit Erleichterung aufgenommen worden. Sein republikanischer Kontrahent John McCain stand in Moskau in dem Ruf, für einen ähnlich scharfen Kurs gegenüber Russland zu stehen wie der scheidende Amtsinhaber George W. Bush. Neben der US-Raketenabwehr sorgten vor allem die von Washington betriebene Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die NATO sowie der jüngste Krieg im Südkaukasus für Spannungen im bilateralen Verhältnis.


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