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Zuletzt aktualisiert: 07.11.2008 um 17:14 UhrKommentare

Bittere Abrechnung mit Sarah Palin - Hielt sie Afrika für ein Land?

Ex-US-Vizepräsidentschaftskandidatin als unzuverlässige "Diva" geschildert, Palin sei "dumm, dumm, dumm".

McCain und Palin zerstritten?

Foto © APMcCain und Palin zerstritten?

Kann es sein, dass ein Anwärter auf eines der höchsten politischen Ämter der Supermacht USA nicht weiß, dass Afrika kein Land, sondern ein Kontinent ist? Kann es sein, dass die Republikanerin Sarah Palin nicht wusste, dass die Nordamerikanische Freihandelszone Nafta eben die nordamerikanischen Staaten USA, Mexiko und Kanada umfasst? Zumindest eben das behaupten republikanische Wahlkampfmanager, die zwei Tage nach der bitteren Niederlage von John McCain ihre Wunden lecken und Schuldige suchen.

"Diva". "Sie hat keine der wichtigen politischen Debatten der vergangenen zehn Jahre mitbekommen", klagte ein namentlich nicht genannter McCain-Berater nach Informationen des Nachrichtensenders CNN. Und die Behauptungen über unfassbare Wissenslücken der Gouverneurin von Alaska verbreitete ausgerechnet Carl Cameron, Chefkorrespondent des stockkonservativen US-Senders Fox News. Camerons republikanische Quellen schilderten Palin als unzuverlässige "Diva", eitel und beratungsresistent. Fox News war der Sender, der noch bis zum Wahltag vehement versuchte, Barack Obama als Terroristenfreund und radikalen Sozialisten hinzustellen.

"Dumm, dumm, dumm." Voller Schadenfreude präsentierte der linke Comedy-Starmoderator Jon Stewart die Bilder des ansonsten verlachten Fernsehsenders. Nun sei es ja endgültig bewiesen, meinte Stewart: "Palin ist dumm, dumm, dumm." Ganz sicher ist sie in einer dummen Situation: Sie gilt vielen Republikanern als Sündenbock für die bittere Niederlage McCains.

Peinlichkeiten. Tatsächlich hatte die 44-Jährige gerade mal auf dem Parteitag der Republikaner und kurze Zeit danach die Parteibasis begeistert - dann gab es nur noch eine schier endlose Kette von Peinlichkeiten und Pannen. Auch wenn sie vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs in Alaska freigesprochen worden war, blieb ein schaler Geschmack über Mauscheleien und Machenschaften in dem nördlichsten US-Bundesstaat.


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