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Zuletzt aktualisiert: 04.11.2008 um 19:08 UhrKommentare

Erste Probleme bei der Stimmabgabe

Defekte Wahlmaschinen, lange Schlangen und juristische Auseinandersetzungen: Die US-Wahl geht auch diesmal alles andere als reibungslos über die Bühne. Obama und McCain gingen bereits zur Urne.

Foto © AP

Bereits kurz nach Öffnung der Wahllokale für die US-Präsidentschaftswahl sind in den Staaten entlang der Ostküste erste Probleme aufgetaucht. So mussten die Wähler in einigen Wahlkreisen in New Jersey am Dienstag auf Wahlzettel aus Papier ausweichen, weil die Wahlcomputer nicht funktionierten. In New York erklärte eine Sprecherin der Wahlkommission, die Menschen hätten sich in einigen Wahlkreisen schon gegen 04.00 Uhr früh (Ortszeit) angestellt, um lange Wartezeiten vor der Präsidentenwahl zu vermeiden.

Rekord. "Bis 07.30 Uhr heute Morgen hatten wir so viele Wähler wie 2004 gegen Mittag", sagte der Wahlhelfer John Ritch in Chappaqua, New York. Gouverneur Ed Rendell forderte die Wähler in Pennsylvania auf, geduldig zu sein, während sich die Wahlhelfer auf eine Rekordbeteiligung vorbereiteten. Aus mehreren Bezirken um die Hauptstadt von Virginia, Richmond, wurden Probleme mit Wahlmaschinen und Computern gemeldet.

Menschliches Versagen. In einem Wahllokal in Richmond verlängerte eindeutig menschliches Versagen die Wartezeit der Wähler: Eine Bibliothek, die als Wahllokal diente, sollte eigentlich um 06.00 Uhr öffnen. Allerdings verschlief der Bibliothekar mit dem Schlüssel und kam 25 Minuten zu spät. Trotz der Verzögerung bei leichtem Regen wurde er um 06.25 Uhr von den Wartenden mit Jubel empfangen.

Übliche Probleme. In Ohio erklärte ein Sprecher der Wahlkommission, Ben Piscitelli, es sei zu den üblichen Schwierigkeiten gekommen. "Wir kümmern uns um diese Dinge", sagte er. "Aber es ist nichts Größeres oder Systematisches."

Klage. Zu einer ersten juristischen Auseinandersetzung kam es im umkämpften Staat Virginia. Dort lehnte es ein Richter am Montagabend ab, in mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Stadtteilen die Öffnung der Wahllokale zu verlängern oder zusätzliche Wahlmaschinen aufstellen zu lassen. Geklagt hatte die Nationale Vereinigung für die Förderung Farbiger (NAACP), die erklärte, in diesen Wahlkreisen könne es zu einem Ansturm auf die Wahllokale kommen. Der Richter wies jedoch die Wahlhelfer an zu verbreiten, dass jeder, der bis 19.00 Uhr in der Schlange stehe, seine Stimme noch abgeben könne.

Uneinigkeit. Ebenfalls in Virginia forderte das Wahlkampfteam von John McCain vor Gericht, dass Briefwahlstimmen aus dem Ausland, die bis zum 14. November eintreffen, noch in die Zählung einfließen.

Droht Systemüberlastung? Am Dienstag wurde landesweit mit einer Rekordbeteiligung an der Präsidentschaftswahl gerechnet. Insgesamt ließen sich 7,3 Prozent mehr Wähler für die Abstimmung registrieren als vor vier Jahren. "Unser System ist traditionell auf eine niedrige Beteiligung ausgerichtet", sagte Tova Wang von der Organisation Common Cause. "Wir werden all diese neuen Wähler haben, aber nicht viele neue Mittel."

Kandidaten wählten. Die beiden Kandidaten haben bereits gewählt. Der republikanische Kandidat John McCain gab am Dienstag in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona seine Stimme ab. Er wurde dabei von seiner Frau Cindy begleitet. McCains Rivale Barack Obama hatte zuvor in Begleitung seiner Frau Michelle und seiner beiden Töchter in einem Wahllokal in Chicago abgestimmt.

Palin hofft. Die republikanische Vize-Kandidatin Sarah Palin ging mit ihrem Mann Todd in Wasilla im US-Bundesstaat Alaska zur Wahlurne. Sie hoffe, dass sie am Mittwoch als Vize-Präsidentin aufwachen werde, sagte Palin hinterher. In einem Cafe in ihrer Heimatstadt Wasilla in Alaska hielt sie eine Zeitung mit der Schlagzeile "Gremium entlastet Palin" hoch. "Nette Überschrift", meinte Palin dazu.


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Obama bei der StimmabgabeFoto © Reuters

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Auch McCain hat bereits gewähltFoto © Reuters

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