Obama legt in Hochburgen der Republikaner zu
Jüngste Umfrageergebnisse zeigen, dass Barack Obama auch in den bisherigen republikanischen Hochburgen zugelegt hat. Laut Umfragen wird er mittlerweile auch von weißen US-Bürgern ohne Hochschulbildung favorisiert.

Foto © APBarack Obama bei einer Spendenveranstaltung in New York, rechts im Bild John McCain.
Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama legt nach jüngsten Umfrageergebnissen auch in den US-Staaten zu, die bisher als sichere Hochburgen der Republikaner galten. Nach einer Analyse der Nachrichtenagentur AP sind für Obama 264 Wahlmännerstimmen zu erwarten - für den Einzug ins Weiße Haus sind 270 erforderlich. Der Republikaner John McCain kann demnach bisher mit mindestens 185 Stimmen rechnen. In sechs Staaten mit insgesamt 80 Wahlmännerstimmen ist das Ergebnis noch völlig offen. Laut dem TV-Sender CNN führt Obama sogar mit 277 zu 174 Wahlmännerstimmen.
Auch Iowa und West Virgina. Obama führt in allen Staaten, die 2004 der damalige demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry gewinnen konnte. Darüber hinaus hat er aber auch einen komfortablen Vorsprung in Iowa und New Mexico, wo vor vier Jahren der Amtsinhaber George W. Bush die meisten Stimmen gewann. Selbst in West Virginia, wo Obama die Vorwahl gegen Hillary Clinton mit einem Abstand von 41 Prozentpunkten verloren hatte, ist jetzt ein Sieg für ihn realistisch geworden. Der letzte Demokrat, der in West Virginia gewinnen konnte, war 1996 Bill Clinton gewesen.
Republikaner setzen auf Verteidigung. Die Umfragen der Nachrichtenagentur AP mit dem Institut GfK zeigen, dass Obama inzwischen auch von weißen US-Bürgern ohne Hochschulbildung favorisiert wird, während McCain in dieser Bevölkerungsgruppen an Boden verloren hat. McCain und seine Partei konzentrieren sich in ihrem Wahlkampf zurzeit darauf, diejenigen Staaten zu verteidigen, die Bush 2004 gewonnen hat, darunter Colorado, Florida, Indiana, Missouri, North Carolina, Ohio und Virginia. McCain ist am kommenden Wochenende in Virginia unterwegs, während seine Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin am Montag nach Colorado reist.
Noch 19 Tage. Am Tag nach der letzten Fernsehdebatte der beiden Kandidaten sprach Obama auf einer Spendenveranstaltung in New York. "Wir sind jetzt 19 Tage entfernt - nicht vom Ende, sondern vom Anfang", sagte der dunkelhäutige Senator. Auf den nächsten Präsidenten der USA warteten außerordentlich gewaltige Aufgaben, sagte Obama mit Blick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise. Die nächsten Tage ist er in Missouri, North Carolina und Virginia unterwegs. Außerdem buchte Obama am Donnerstag erstmals Sendezeiten im Fernsehen für West Virginia.












