Jörg Haider überlegt Kandidatur bei EU-Wahlen im Friaul
Kärntner Landeshauptmann für grenzüberschreitende Wahllisten - "Wenn die Regionen in Brüssel mehr zählen wollen, müssen sie sich zusammen schließen".
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) schließt
nicht aus, dass er als Kandidat in der norditalienischen Region
Friaul Julisch-Venetien an den Europawahlen im kommenden Frühjahr
teilnehmen könnte. "Ich könnte meine Kandidatur in Italien
einreichen, obwohl ich zuerst gut Italienisch lernen müsste", sagte
Haider nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA am
Mittwoch.
Grenzüberschreitende Wahllisten. Bei einem Besuch in Udine, wo der den Präsidenten der Region
Friaul, Renzo Tondo, traf, sprach sich Haider für
grenzüberschreitende Wahllisten aus. "Wenn die Regionen in Brüssel
mehr zählen wollen, müssen sie sich zusammen schließen. Wir wollen
ein Europa der Regionen, daher fasziniert mich die Idee
grenzüberschreitender Wahllisten zwischen Regionen verschiedener
Länder", erklärte Haider.
Nicht konkret spruchreif. Auf die Frage, mit welchen italienischen Verbündeten er kandidieren wolle, antwortete Haider: "Dafür haben wir Zeit." Er müsse sich zunächst auf die Nationalratswahlen in Österreich und auf die im Frühjahr 2008 vorgesehenen Landtagswahlen in Kärnten konzentrieren. "Danach werden wir an die Europawahlen denken".













