Westenthaler-Prozess: Grüne sehen "Sittenbild", FPÖ "Demontage"
Westenthaler solle akzeptieren, "dass er als öffentliche Figur nicht mehr tragbar ist", so die Grüne Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny. Für die FPÖ hat die "parteiinterne Demontage" Westenthalers bereits begonnen.

Foto © APAGrüne Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny
Für die Grünen ist das nicht rechtskräftige Urteil
gegen BZÖ-Chef Peter Westenthaler wegen falscher Zeugenaussage als
auch dessen Reaktion darauf "Ausdruck eines Sittenbildes des BZÖ".
"Jeder andere Politiker würde angesichts eines derartigen Urteils
sofort den Hut nehmen", meinte Bundesgeschäftsführerin Michaela
Sburny in einer Aussendung am Dienstag. Für FPÖ-Generalsekretär
Harald Vilimsky hat die "parteiinterne Demontage" Westenthalers
bereits begonnen.
Nicht mehr tragbar.
Sburny erklärte, es sei "hoch an der Zeit, dass Westenthaler
akzeptiert, dass er als öffentliche Figur nicht mehr tragbar ist und
sich aus der Politik zurückzieht."
BZÖ in Trümmern.
Für die FPÖ steht Westenthaler "nach ziemlich genau zwei Jahren an
der Spitze des orangen Faschingsvereins BZÖ" vor den "Trümmern seines
Schaffens". Außer einer nicht rechtskräftigen Verurteilung zu neun
Monaten bedingter Haft sei davon nicht viel geblieben, so der
Generalsekretär, der sich fragte, "wie es jetzt innerhalb des orangen
Haidervereins" weitergehe.












