Asyl: Quoten derzeit nur von Wien und Oberösterreich erfüllt
Am säumigsten sind Kärnten und Tirol.
Die Verteilung der Flüchtlingszahlen in der Grundversorgung ist ein immer wieder kehrender Streitpunkt zwischen Bund und Ländern. Sieht man sich die Quoten und die tatsächlich aufgenommene Zahl der einzelnen Länder an, zeigt sich mit Stand 24. Juli, dass vor allem Kärnten und Tirol bei der Erfüllung zu wenige Asylwerber versorgen. Übererfüllt werden die Quoten in Wien und Oberösterreich, Niederösterreich liegt an dritter Stelle mit einem leichten Minus. Versorgt werden die Asylwerber neben einer Unterkunft mit Mahlzeiten, einem kleinen Taschengeld sowie ärztlicher Betreuung.
Kärnten. Kärnten sind 1.612 Asylwerber zur Grundversorgung zugeteilt, tatsächlich werden derzeit nur 980 versorgt. Damit liegt das Bundesland um 39,2 Prozent unter der vereinbarten Quote. Ähnlich sieht es in Tirol aus, wo 1.941 Personen versorgt werden müssten, tatsächlich aber 1.353 nur Asylwerber aufgenommen wurden (minus 30 Prozent).
Wien. In der Bundeshauptstadt befinden sich derzeit 6.064 Personen in der Grundversorgung, womit bei einem Soll von 4.468 die Quote um 35,7 Prozent übererfüllt wird. Ein Plus von fast zehn Prozent gibt es in Oberösterreich, wo 4.351 Personen versorgt werden (Soll: 3.967). Niederösterreich, das mit Traiskirchen über ein Erstauffanglager verfügt, weist derzeit ein leichtes Minus von rund einem Prozent bei der Quotenerfüllung auf. In der Grundversorgung werden in dem Bundesland derzeit 4.405 Personen betreut, zugeteilt wären 4.455.
Leichtes Minus. Die übrigen Bundesländer pendeln bei einem Minus von rund zehn Prozent: Steiermark hat derzeit 3.028 Personen in der Grundversorgung, 3.410 sollten es sein (minus 11,2 Prozent), Salzburg betreut statt der vorgesehenen 1.486 nur 1.326 Asylwerber (minus 10,7 Prozent), Burgenland 725 statt 800 (minus 9,4 Prozent) und Vorarlberg 919 statt 1.012 (minus 9,2 Prozent).
Grundversorgung. Bundesweit bekommen derzeit insgesamt 23.151 Asylwerber die Grundversorgung. Der Verteilungsschlüssel, der sich nach der Einwohnerzahl richtet, sieht für Wien (4.468) und Niederösterreich (4.455) die meisten zu Betreuenden vor. Die wenigsten hat dementsprechend das Burgenland mit 800 zugewiesen bekommen.












