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Zuletzt aktualisiert: 19.07.2008 um 12:43 UhrKommentare

Obama besucht überraschend Afghanistan und Irak

Zum Auftakt seiner umfassenden Auslandsreise ist der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama am Samstag in Afghanistan eingetroffen.

Obama in Afghanistan

Foto © APObama in Afghanistan

Obama sei am Nachmittag (Ortszeit) nach einem Zwischenaufenthalt in Kuwait in Kabul gelandet, teilte ein Sprecher mit. Der Senator von Illinois wird von dem demokratischen Senator Jack Reed von Rhode Island und dem republikanischen Senator Chuck Hagel von Nebraska begleitet. Es ist sein erster Besuch in Afghanistan, wo 36.000 US-Soldaten stationiert sind. Anschließend will er in den Irak weiterfliegen, wo sich am Samstag der britische Premierminister Gordon Brown aufhielt.

Vorwurf. Obamas republikanischer Widersacher Senator John McCain hatte dem Demokraten zuletzt mangelndes Interesse an der Afghanistan-Frage vorgeworfen. Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich verschlechtert. Wegen der verstärkten Taliban-Offensive erwägen die USA, ihre Truppen in dem Land noch heuer aufzustocken.

Stützpunkt aufgelöst. Nach einem schweren Angriff von Taliban-Kämpfern auf einen US-Außenposten hatte die NATO-geführte internationale Schutztruppe ISAF vor wenigen Tagen ihren Stützpunkt in der ostafghanischen Provinz Kunar aufgelöst. Die ISAF war nach der US-geführten Militärintervention zum Sturz des islamistischen Taliban-Regimes Ende 2001 eingerichtet worden.

Nächste Ziele. In den nächsten Tagen wird Obama auch in Israel, Palästina und Jordanien erwartet. Am Donnerstag trifft er in Berlin ein. Auch London und Paris stehen auf dem Programm seiner Reise. Die Einzelheiten der Reise wurden aus Sicherheitsgründen bis zuletzt geheim gehalten. Obama wird sich bei seinen Gesprächen in den Hauptstädten erstmals detailliert zu seinen außenpolitischen Vorstellungen äußern. Gegner des schwarzen Senators werfen ihm Unerfahrenheit in internationalen Fragen vor.

Geplante Treffen. Geplant sind Treffen Obamas mit dem afghanischen Präsidenten Karzai und dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki. Er wolle außerdem mit Vertretern der Streitkräfte sprechen und erfahren, was in Afghanistan und im Irak die dringlichsten Probleme seien, sagte der Senator vor seinem Abflug. Außerdem wolle er den Truppen dort "für ihre heldenhafte Arbeit" danken. Er wolle mehr zuhören als selbst reden, erklärte Obama und betonte, er reise als Senator in die beiden Länder. Sein Sprecher Robert Gibbs stellte klar, der Auslandsbesuch knapp vier Monate vor der Präsidentenwahl sei keine Wahlkampfreise. Obama gehe es um substanzielle Treffen mit "unseren Freunden und Verbündeten", bei denen gemeinsame Herausforderungen und Gefahren für die Sicherheit im 21. Jahrhundert das Thema sein sollten.


Neue Pläne

In einem in der "New York Times" veröffentlichten Schreiben Obamas hatte es geheißen, der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten wolle 10.000 weitere US-Soldaten nach Afghanistan schicken...

Zitat

..."Als Präsident würde ich eine neue Strategie verfolgen und damit beginnen, mindestens zwei weitere Kampfbrigaden zur Unterstützung unserer Mission in Afghanistan bereitzustellen."

KLEINE.tv

 

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