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Zuletzt aktualisiert: 28.06.2008 um 22:54 UhrKommentare

Obama spendete 2300 Dollar für Hillary Clinton

Kurioser Wahlkampf in den USA: Schwarzenegger rügt seinen Parteifreund McCain und Bill Clinton mag seinen Parteifreund Obama nicht.

Hillary Clinton und Barack Obama demonstrieren Einigkeit

Foto © APHillary Clinton und Barack Obama demonstrieren Einigkeit

Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf spielen die beiden Hauptdarsteller, der Demokrat Barack Obama und der Republikaner John McCain, zur Zeit nur Nebenrollen. Die gegenwärtigen Stars sind Arnold Schwarzenegger, Bill Clinton und natürlich dessen Ehefrau Hillary.

Freunde. Schwarzenegger ist bekanntlich Republikaner und ein Freund von McCain. Jetzt wird kolportiert, dass seine Ehefrau Maria, die Nichte von John F. Kennedy und aktive Obama-Wahlhelferin, dem Gemahl kräftig ins Gewissen geredet habe. Kurz darauf ging der gebürtige Steirer mit seinem Freund McCain auf einer Umweltkonferenz sehr heftig um. Dessen Plan, in Naturschutzgebieten nach Öl zu bohren, sei nutzlose "heiße Luft", wetterte Schwarzenegger.

Unfair. Dampf lässt derzeit auch Ex-Präsident Bill Clinton ab. Er hat als einziger Demokraten-Promi noch nicht Partei für Obama ergriffen, weil er außer sich sein soll, dass Obama Clinton-Ehefrau Hillary die Präsidentschaftskandidatur "mit unfairen Angriffen" gegen ihn, Bill, entrissen" habe. Jetzt soll er eine Entschuldigung von Obama verlangen.

Spende. Kurios auch eine Veranstaltung im Washingtoner "Mayflower"-Hotel in der Nacht auf gestern. Hillary Clinton, die 22 Millionen Dollar Wahlkampfschulden drücken, stellte Barack Obama ihren Großspendern vor und bat ihre Fans, jenen Mann, den sie mit einem Gesamt-Werbeaufwand von fast 300 Millionen Dollar politisch zertrümmern wollte, ab sofort großzügig zu unterstützen.

Als Gegenleistung, das ist mittlerweile klar, erwartet die gar nicht selbstlose Mrs. Clinton von Obama Hilfe beim Abtragen ihrer Schulden. Und zur Demonstration der neuen Einigkeit schrieb Obama auf besagter Veranstaltung einen persönlichen Scheck mit einer 2300-Dollar-Wahlkampfspende aus, dem laut Wahlgesetz höchstzulässigen Spendenbetrag. Multimillionärin Hillary nahm das Geld dankbar-gerührt entgegen. Zum Schluss bat Obama seine eigenen Anhänger auch noch, ihrerseits kräftig beim Schuldenabbau der Senatorin zu helfen. Warum Frau Clinton, die mit ihrem Mann geschätzte 140 Millionen Dollar auf der hohen Kante hat, ihre Schulden nicht selbst bezahlt, wurde an diesem Abend allerdings nicht gefragt.

PETER W. SCHROEDER, WASHINGTON

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