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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2008 um 14:01 UhrKommentare

Hillary Clinton gibt auf - Posten als Vize möglich

Die demokratische Kandidatin zieht die Konsequenzen aus den Niederlagen bei den Vorwahlen und stellt sich hinter ihren Rivalen Barack Obama.

Foto © Reuters

Hillary Clinton hat sich aus dem Rennen um das Weiße Haus zurückgezogen und ihrem bisherigen Konkurrenten Barack Obama ihre volle Unterstützung zugesichert. Nach einem monatelangen erbitterten Vorwahlkampf, der die US-Demokraten zu spalten drohte, rief die New Yorker Senatorin die Partei am Samstag zur Einheit auf. Obama würdigte Clintons "tapferen und historischen" Wahlkampf. Sie habe Millionen mit ihrer Stärke und ihrem Mut inspiriert, sagte der demokratische Präsidentschaftskandidat.

Vize-Posten? Nach Clintons Eingeständnis ihrer Niederlage gegen Obama erreichten die Spekulationen über die Zukunft der ehemaligen First Lady einen neuen Höhepunkt. Im Mittelpunkt stand dabei am Wochenende weiter die Frage, ob Clinton als Vizepräsidentschaftskandidatin an der Seite Obamas gegen den Republikaner John McCain in die Schlacht um das Weiße Haus ziehen würde. Selbst äußerte sich die New Yorker Senatorin nicht zu ihren Absichten.

Rede. Bei ihrem mit Spannung erwarteten Auftritt am Samstag in Washington erklärte Clinton ihre Kampagne nach einem 16 Monate langen Kampf um die Kandidatur für beendet. Sie gratulierte Obama und sagte, sie werde alles tun, um den schwarzen Senator aus Illinois zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zu machen.

"Harter Kampf". Nach der zeitweise in eine Schlammschlacht ausgeuferten Auseinandersetzung bemühte sie sich sichtlich, die Demokratische Partei zu einen. "Das war ein harter Kampf. Aber die Demokratische Partei ist eine Familie." Es sei jetzt an der Zeit, wieder zusammenzurücken. "Als ich dieses Rennen begonnen habe, wollte ich das Weiße Haus zurückgewinnen und sicherstellen, dass wir einen Präsidenten haben, der das Land zurück auf den Pfad des Friedens, des Wohlstands und des Fortschritts bringt", sagte Clinton, die als haushohe Favoritin gestartet war.

"Yes, we can". Einzelne "Buh"-Rufe ihrer Unterstützer, die aufkamen, als sie Obamas Name erwähnte, konterte Clinton mit dem Appell, innerparteiliche Differenzen beizulegen. Gegen Ende ihrer Rede zitierte sie sogar Obamas Wahlspruch "Yes, we can", für den nun auch sie eintrete.

Positive Kritik. In US-Zeitungskommentaren erntete die leidenschaftliche Rede allgemein positive Kritiken. Im Obama-Lager herrschte Erleichterung. Der 46-Jährige stand bereits am Dienstag nach den letzten Vorwahlen als erster schwarzer Präsidentschaftskandidat in der Geschichte der USA fest. Doch Clinton weigerte sich zunächst, ihre Niederlage offiziell einzugestehen. Am Samstag dankte Obama Clinton für die nun offizielle Unterstützung. Er sei "begeistert und geehrt", ließ er mitteilen.


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