Baulicher Wildwuchs am See ist auch Land ein Dorn im Auge
Bauordnungsnovelle soll Apartment-Zuwachs an Kärntner Seen eindämmen. Gipfel zwischen Wörthersee-Bürgermeistern und Land geplant.
Das Land steht Gewehr bei Fuß. Wir sind gerne bereit, zur Rettung der letzten Seeufer die Kompetenzen der Gemeinden zu übernehmen, wenn die Gemeinden es so wollen", bezog sich Planungsreferent Uwe Scheuch auf den Vorstoß von Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk, über den die Kleine Zeitung berichtet hat.
"Kluger Spielraum."Doch der Gemeindebund werde sicher dagegen sein, mutmaßt Scheuch. Auch er halte den Gestaltungsspielraum der Gemeinden für "klug". Um die "Begehrlichkeiten" der Wörthersee-Bürgermeister abzuklären, werde er sie im Herbst zu einem Gipfel laden. Dem Apartment-Wildwuchs müsse am Wörthersee ein Riegel vorgeschoben und an anderen Seen vorgebeugt werden, versprach Scheuch eine Novelle der Kärntner Bauordnung. Ein deutlicher Überhang an Hotelbetten müsse festgeschrieben werden. "Auch wirtschaftliche Not darf nicht Grundlage für eine Widmungsentwicklung sein, die der Gesamtentwicklung nicht gut tut." Auch am Ossiacher See gäbe es kritische Objekte, der Millstätter See hingegen brauche eine "gewagte Architektur" für einen touristischen Relaunch.
Gutachter. Von Scheuchs Reaktion begeistert, zeigt sich Vouk, Verfechter gemeinsamer Gestaltungsrichtlinien von Land und Gemeinden. Ein beim Land eingerichteter Sachverständigenbeirat solle von den Gemeinden konsultiert werden und Gutachter-Funktion haben. Ohne die Gemeindeautonomie in Frage zu stellen, könne er den von Investoren unter Druck gesetzten Gemeinden helfen. Dann möge er doch seiner "Sonderortsbildpflegekommission" zustimmen, appelliert Scheuch an den Landtagsabgeordneten Vouk. Der verspricht, sich den Vorschlag im Landtag genau anzusehen.












