Kdolsky: Eckpunkte der Gesundheitsreform sind fix
Die Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky zeigt sich aber in Detailfragen gesprächsbereit.

Foto © APAKdolsky: "Die Eckpunkte bleiben!"
Für Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) sind die
Eckpunkte der Gesundheitsreform fix. "Es wird aber alles noch bis in
letzte Detail ausgearbeitet", kündigt Kdolsky in der am Mittwoch
erscheinenden Ausgabe des Magazins "News" auch Gesprächsbereitschaft
an. "Jeder kann sich gerne noch einbringen".
Spitalsreform.
Die Kritik, dass die Spitalsreform fehle, bezeichnet Kdolsky als
"einfach falsch". Es werde "laufend" an einer Spitalsreform
gearbeitet. "Bis Ende 2008 erarbeiten die
Landesgesundheitsplattformen dazu die regionalen Strukturpläne.
Außerdem erstellen wir mit den Ärzten bis dahin auch die Struktur für
Gesundheitszentren."
Gratwanderung.
Nicht zuständig fühlt sich Kdolsky für die auch aus ihrer Partei
kommenden Kritik an der Reform des Hauptverbandes. "Die Kritik des
ÖAAB und des Bauernbundes ist nicht an mich gerichtet." Die
Hauptverbands-Reform falle in die Zuständigkeit von Sozialminister
Erwin Buchinger (S). Dabei müsse ein Gratwanderung zwischen
Eigenverantwortung der Träger und einer Effizienzsteigerung innerhalb
der Organisation gelingen. "Hier gibt es noch Verhandlungsspielraum,
wie das genau ausschauen und funktionieren soll."
Patientenquittung.
Nachvollziehen kann die Ministerin auch die Kritik der Ärzte
bezüglich der Patientenquittung. "Die Quittung muss Sinn machen, also
eine Information für die Patienten darstellen und es darf kein
Lieferschein draus werden." Zudem dürfe kein weiterer
Verwaltungsaufwand für Ärzte entstehen. "Wirklich fassungslos" ist
Kdolsky jedoch über die Kritik der Ärzte an der Befristung der
Verträge. "Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Qualität im
Gesundheitssystem. Natürlich darf es nicht um wirtschaftliche
Gesichtspunkte gehen - tut es auch nicht."
Mit Kritik gerechnet.
Die Gesundheitsministerin betont, dass sie mit Kritik an der
Reform gerechnet habe: "Ich bin wissend in diese Diskussion gegangen.
Einer Gesundheitspolitikerin, die dieses heiße Eisen angreift, ist
schon bewusst, dass das kein gemütlicher Morgen-Spaziergang in den
Donau-Auen wird."












