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Zuletzt aktualisiert: 20.05.2008 um 13:49 UhrKommentare

Clinton denkt nicht ans Aufgeben

Die letzten Urnengänge stehen in Oregon und Kentucky an. Für Obama stehen die Zeichen auf Sieg, doch Hillary Clinton denkt nicht ans Aufgeben.

Ehemann Bill soll helfen, die Wähler zu mobilisieren

Foto © ApEhemann Bill soll helfen, die Wähler zu mobilisieren

Der Wettbewerb um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten geht am (heutigen) Dienstag in zwei neue Runden. Die Rivalen Hillary Clinton und Barack Obama treten bei Vorwahlen in Kentucky und Oregon gegeneinander an. Im Pazifikstaat Oregon erwarten Experten einen Sieg Obamas, während Clinton im ländlich geprägten Kentucky Umfragen zufolge klar gewinnen wird.

Keine nötige Mehrheit. Egal wie die Vorwahlen ausgehen: Obama wird auch am Dienstag nicht die nötige Mehrheit von 2.026 Delegiertenstimmen zusammenbekommen, die für die Kandidatur nötig sind. Einschließlich der sogenannten Superdelegierten kann der Senator aus Illinois bisher 1.915 Stimmen verbuchen, Clinton kommt auf 1.721. In beiden Staaten sind am Dienstag insgesamt 103 Delegiertenstimmen zu vergeben, die im Verhältnis zu den Wahlergebnissen verteilt werden.

Noch keine Entscheidung. Trotz ihres deutlichen Rückstandes pochte Clinton am Montag darauf, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Obama könne alles Mögliche erklären, aber ohne die notwendigen Stimmen sei das ohne Bedeutung, erklärte die Senatorin.

Obama sieht sich als Sieger. Obama präsentiert sich im Wahlkampf zunehmend als eigentlicher Präsidentschaftskandidat seiner Partei und orientiert sich mehr am Zweikampf gegen den Republikaner John McCain als am innerparteilichen Duell mit Clinton. Am Wochenende bereitete er sich bereits darauf vor, nach den Abstimmungen in Kentucky und Oregon symbolisch den Anspruch auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zu erheben.

Fortschrittlichere Bewerberin. Sie sei die fortschrittlichere Bewerberin, erklärte Clinton am Montag in einem Fernsehinterview in Oregon. Sie werde im Rennen bleiben, bis ein Kandidat feststehe. "Aber wir werden heute keinen haben und wir werden morgen keinen haben". Bei den noch ausstehenden Vorwahlen kann Clinton Obamas Vorsprung bei den Delegiertenstimmen nicht mehr einholen. Entscheidend wird daher vermutlich das Verhalten der sogenannten Superdelegierten sein, die in ihrer Entscheidung nicht gebunden sind.


Fakten

Da weder Obama noch Clinton in den noch ausstehenden Vorwahlen die erforderliche absolute Mehrheit von 2.025 Delegiertenstimmen erreichen können, werden auf dem Parteitag Ende August in Denver die Superdelegierten über die Präsidentschafts-kandidatur entscheiden - falls Clinton nicht doch vorher noch das Handtuch wirft.

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