Islam: Hahn für Burka-Verbot
Wissenschaftsminister will auch Kopftuch aus öffentlichem Dienst verbannen.

Foto © APAIslam: Hahn für Burka-Verbot
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) hat sich in
der "Presse" (Samstag-Ausgabe) für ein Verbot der Burka im
öffentlichen Raum ausgesprochen. Als Begründung führte der Minister
etwa die Videoüberwachung an, die bei verschleierten Personen nicht
funktionieren würde. Das Kopftuch will der Ressortchef aus dem
öffentlichen Dienst verbannen. Dieses würde eine Abwertung der Frau
zum Ausdruck bringen.
"Abschottung".
"Im öffentlichen Dienst sollte ein Kopftuch nicht möglich sein",
so Hahn. Er sehe es als Aufgabe einer säkularisierten Gesellschaft
aufklärerisch zu wirken. Es gebe "eine zunehmende Zahl an
Kopftuchträgerinnen", meinte der Wiener ÖVP-Obmann. Man merke, dass
es manchmal sogar noch in der zweiten, dritten Generation "eine
Abschottung ganzer Familien" gebe. Privat sollen sich die Frauen
freilich "für oder wider ein Kopftuch" entscheiden können.
"Allergisch".
Bei der Burka sei er "viel allergischer". Neben der Überwachung
sieht der Minister auch kulturelle Probleme. So sei das Mienenspiel
"in unserer Kultur" Teil der Kommunikation. "Es tut mir in der Seele
weh: Aber im Zweifel bin ich für ein Burka-Verbot im öffentlichen
Raum", so Hahn.
Features
Streitthema "Burka"
Die Burka besteht aus einem großen Stofftuch, in dem oben eine flache Kappe vernäht ist. Im Bereich der Augen befindet sich ein Sichtfenster, in dem eine Art Gitter aus Stoff oder Rosshaar eingesetzt ist. Das Gesicht ist bei der afghanischen Burka vollständig bedeckt.












