Der Ex-Chefarzt der GKK als teurer Spaziergänger
Rückkehr auf bisherigen Posten kommt nicht in Frage, eine Versetzung allerdings ebenso wenig.
Mitten in der Diskussion über die finanzielle Notlage der Krankenkassen ist die Kärntner GKK mit einem "Spaziergänger" ins Gerede gekommen, der sie jährlich zumindest 130.000 Euro kosten dürfte. So hoch ist jedenfalls die Summe, die man mit der Streichung des zweiten Chefarztes einsparte, die nach dem ruhmlosen Abgang von Bernhard Trusnovic aus dem Chefarzt-Büro durchgezogen wurde und welche auch den Willen zur Kostenreduktion dokumentiert.
Reformprozesse. Trusnovic war vor zwei Jahren in die Zwangspension geschickt worden, weil er laut GKK-Direktor Alfred Wurzer notwendige Reformprozesse und Veränderungen blockierte. Das Arbeits- und Sozialgericht befand die Zwangspensionierung allerdings als nicht rechtens, ein Standpunkt, dem sich jetzt auch das Oberlandesgericht Graz anschloss. Fazit: Trusnovic steht wieder auf der Gehaltsliste der GKK, darf aber nicht arbeiten. "Eine Rückkehr auf den Chefarztposten ist wegen Vertrauensunwürdigkeit unmöglich", sagt Direktor Wurzer, der nun zähneknirschend zusehen muss, wie der Ex-Chefarzt die nächsten zwei, drei Jahre bei vollen Bezügen spazieren gehen wird. Der Grund: Eine Versetzung auf einen minderwertigeren Posten ist dienstrechtlich nicht möglich.
Aufklärung. Landeshauptmann Jörg Haider will als Aufsichtsorgan Aufklärung über diese Vergeudung von Steuergeld einfordern.












