Streit um Geld hat kein Ende
Neuer Kabeg-Chef fordert mehr, der scheidende hat Klage eingereicht.
Martin Strutz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft (Kabeg), reagierte leicht gereizt. "Die Bedingungen waren bei der Ausschreibung und im Auswahlverfahren bekannt. Basis ist das Gehalt eines Landesrates. Darüber gibt es klare Beschlüsse des Aufsichtsrates." Die Aussage war auf den designierten Kabeg-Chef Dieter Mandl gemünzt, der in einem Brief an den Aufsichtsrat mehr als die 12.000 Euro brutto monatlich gefordert hatte.
Erfolgsbonus. Auch Landeshauptmann Jörg Haider will "nicht über ein Gehalt, das höher ist als das eines Regierungsmitgliedes, verhandeln". Er räumte allerdings ein, dass "ein Erfolgsbonus zugestanden werden kann". Mandl selbst gab sich zugeknöpft: "Verhandelt haben wir noch nichts. Ich habe grundsätzlich meine Vorstellungen deponiert." Er attackierte aber in rüder Art Landeshauptmannstellver-
treterin Gaby Schaunig, von der die Gehaltsdiskussion in der Kabeg angestoßen wurde. "Sie ist attraktiv, aber man weiß, wo sie herkommt", warf Mandl der SPÖ-Chefin einen gehaltsmäßigen "Raketenaufstieg" vor - von ihrem Arbeiterkammer-Job in die Regierungsfunktion.
Streit um Geld. Wegen des Streites um Geld hat Franz Sonnberger seinen Abschied als Kabeg-Chef genommen. Jetzt wird vor dem Arbeitsgericht weiter gestritten. Dort hat Sonnberger bereits Klage eingereicht. Er fordert 190.000 Euro. "Ich habe alle Ziele erreicht und die Zahlungen wurden mit den Budgets mitbeschlossen", sieht Sonnberger für seine Klage "beste Chancen".












