Immer noch Rückstau bei Wohnbeihilfe-Anträgen
Zumindest zwei Monate lang muss man auf Erledigung warten, wenn man das Ansuchen um eine Beihilfe zu den Wohnungskosten einreicht.

Foto © APALandesrat Kurt Flecker (S)
Wenig befriedigend für die Betroffenen sind offenbar die Fortschritte beim Tempo in der Bearbeitung der Anträge auf Wohnbeihilfe. Nachdem die KPÖ dieses Thema im Wege einer Anfrage an Soziallandesrat Kurt Flecker aufs Tapet gebracht hatte, musste sich gestern der Sozialausschuss damit befassen.
Aufgearbeitet. Soziallandesrat Kurt Flecker hatte zunächst damit beruhigt, dass der Rückstau aus dem Vorjahr (54.000 Anträge 2007, nach Einführung der neuen Förderrichtlinien) jetzt, nach einer zweiwöchigen Intensivphase der Bearbeitung, aufgearbeitet sei und mit den neuen Anträgen programmgemäß fortgefahren werden könne. Die offizielle Antwort auf die Anfrage der KPÖ stand jedoch noch aus, weswegen die Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler im Ausschuss eine Aussprache forderte.
Trotzdem im Verzug. Abteilungsleiterin Barbara Pittner musste eingestehen, dass man nach wie vor mindestens zwei Monate im Verzug ist. Im Moment hält man mit der Bearbeitung bei jenen Anträgen, die Anfang Februar eingelangt sind.
Probleme für Mieter. Für die Betroffenen ergeben sich daraus massive Probleme, bis hin zur Kündigung des Mietvertrags, wenn die monatlichen Zahlungen nicht geleistet werden können. Insbesondere bei Neuanträgen etwa wegen des Wegfalls eines Einkommens sind die Folgen fatal.
Effizienter. Pittner berichtete dem Ausschuss, dass man durch Einführung einer Bearbeitung nach Buchstaben und durch Trennung des Frontoffice-Bereiches vom Backoffice zumindest für eine effizientere Bearbeitung sorgen habe können. Ob man letztlich nicht doch auch personell noch aufstocken müsse, werde sich erst herausstellen.
"Im Argen." Soziallandesrat Kurt Flecker wurde gestern von Landesrat Helmut Hirt vertreten. Klimt-Weithaler will dran bleiben: "Da liegt noch vieles im Argen."












