"Bauchfleck", "umgefallen", "Rückzieher": Oppositions-Häme für Gusenbauer
Kolportierte Entlastung nur für jene, die weniger als 1.200 Euro verdienen, bedeute, dass "80 Prozent durch die Finger schauen", so FPÖ-Finanzsprecher Weinzinger: "Gusenbauer ist wieder einmal im Liegen umgefallen".

Foto © AP"Mit Bomben und Granaten umgefallen"
Aus Sicht der Grünen hat Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) einen "Bauchfleck" hingelegt. Nach dem, was bisher dem Vernehmen nach über das von SPÖ und ÖVP vereinbarte Entlastungspaket bekannt sei, sei "vom großen Kanzler-Versprechen einmal mehr fast
nichts übrig geblieben". Die große Steuerreform 2009 sei "gestorben", meinte Budgetsprecher Bruno Rossmann am Dienstag in einer Aussendung.
"Im Liegen umgefallen". Auch wenn noch keine Details des SPÖ-ÖVP-Paketes bekannt waren, war auch für FPÖ und BZÖ Dienstag zu Mittag schon klar, dass Gusenbauer wieder einmal umgefallen ist. In Aussendungen kritisierten sie die Entlastungen - bzw. das, was darüber kolportiert wurde - als zu gering. Aus der Sicht von FPÖ-Finanzsprecher Lutz Weinzinger ist Gusenbauer "wieder einmal im Liegen umgefallen". Die kolportierte Entlastung nur für jene, die weniger als 1.200 Euro verdienen, bedeute, dass "80 Prozent durch die Finger schauen".
"Nicht bestanden". Gusenbauer habe den "Steuerreform-Elchtest" nicht bestanden, befand FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl: "Nach Studiengebühren, Eurofightern, Pflege und Pensionen hat die SPÖ nun auch bei diesem Thema auf der ganzen Linie vor der ÖVP den Rücken krumm gemacht - den Preis dafür zahlt die Bevölkerung". "Mit Bomben und Granaten" seien Gusenbauer und mit ihm die ganze SPÖ umgefallen - nur um ein "Neuwahldesaster" zu verhindern, war der Kommentar von BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz.















